Dürre frisst Blumen auf

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Dieter Weigelt spendiert den Geranien an der Kulturhalle etwas Nass.

Münster/Eppertshausen - Wenn Dieter Weigelt und Stefan Kreher oder ein Kollegenteam sich nicht täglich sehen ließen, Münsters öffentlich gepflanzten Blumen ließen ihre Köpfe noch tiefer hängen als dies die noch sehr mickrigen Hängegeranien vor der Kulturhalle sowieso tun. Von Thomas Meier

Seit Wochen sind die Mitarbeiter des kommunalen Gartenamtes unterwegs, um den Pflanzen das zu spendieren, was von oben nicht mehr kommt: Wasser. Erst waren zwei Leute jeden zweiten Tag mit dem Gießen beschäftigt, seit zwei Wochen jedoch sind von den vier Beschäftigten des Gartenamts 50 Prozent täglich in Sachen Besprenkelung unterwegs. Laut Bauhofleiter Richard Ries ist ihre nasse Fracht dabei nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein, denn gegossen werden nur die Sommeranpflanzungen in den Pflanztrögen und Beeten der Gemeinde. Die kommunalen Grünflächen rund um die Kulturhalle, im Bürgerpark oder etwa auf der Friedhofsanlage, die diesen Namen schon gar nicht mehr verdienen, werden nicht mit dem lebensspendenden Nass bedacht. „Hier sind die Flächen, die der Sonne ausgesetzt sind, schon verdorrt“, weiß Ries.

Das Wasser für die Anpflanzungen kommt übrigens nicht aus der Wasserleitung: Zwei gemeindeeigene Brunnen werden vom kleinen Wassertankwagen der Gemeinde fürs Begleitgrün angesteuert. Trinkwasser wäre viel zu teuer.

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