Ehestreit sorgt für viele Lacher

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Butler Jean, dargestellt von Matthias Matheis, sorgte im Theaterstück rund um die Familie Kniesebeck für Ordnung.

Münster ‐ „Es gibt zwei Arten von Ehefrauen: Die einen sind die reinsten Engelein, die anderen leben noch!“, ulkte am Samstagabend auf der Bühne der Kulturhalle Roland Weihert, alias Kurt Kniesebeck. Von Jasmin Frank

Bereits im 25. Jahr stand das Ensemble des Eintracht-Fan-Clubs Altheim mit einem lustigen Stück auf der Bühne und es ging nicht nur heiter, sondern auch spannend zu: Die Kriminalkomödie „Stirb schneller, Liebling“ von Hans Schimmel wurde gezeigt.

Wie stets waren alle drei Vorstellungen in der Münsterer Kulturhalle ausverkauft, denn das Publikum wusste: Es gibt wieder viel zu lachen. Humor war schon durch die verworrene Handlung des Stücks vorprogrammiert: Das Unternehmerehepaar Kiesebeck hatte seinen Dauerstreit satt und beide Partner engagierten einen Profikiller für den jeweils anderen. Doch auch der Mörder war nicht wirklich routiniert, war es doch sein erster Auftrag dieser Art. Das Zwerchfell des Publikums wurde wie erhofft wieder reichlich strapaziert, insbesondere der heitere Ehestreit der Kniesebecks sorgte für viele Lacher.

Auch der Eintracht-Fan-Club fand Erwähnung

Töchterchen Caroline, gespielt von Alexandra Weinrich, hatte zwar nur Männer im Kopf, konnte aber nicht verstehen, warum sich die Eltern dauernd streiten und konnte immer nur erstaunt den Kopf schütteln: „Als sie das letzte Mal gemeinsam essen waren, fiel dem Kellner ein Stapel Teller herunter, da meinte meine Mutter nur: ‚Hör mal Kurt, sie spielen unser Lied!’.“ Gekonnt waren ins Drehbuch immer wieder Bezüge zu Münster und Umgebung eingesponnen worden, so flanierte der untreue Kurt mit seiner Geliebten im Dieburger Schwimmbad, und seine kurvige Flamme wünschte sich einen Diamantring aus einem örtlichen Schmuckgeschäft.

Auch der Eintracht-Fan-Club fand Erwähnung, hatte Kniesebeck doch ein Faible für Fußball, während Gattin Paula Kniesebeck, dargestellt von Monika Schramm, in die Altheimer Hautevolee aufsteigen wollte.

Die 25 Jahre Spielbetrieb hatten bei der Hobbytheatergruppe jedenfalls nicht zu Ermüdungserscheinungen geführt und auch wenn am Freitagabend nach der Vorstellung noch das Jubiläum gefeiert worden war, standen am Samstag doch alle Akteure fit und munter auf der Bühne. „Wir haben ja einige Teilnehmer, die von Anfang an mit dabei sind, so unser Vereinsvorsitzender und Initiator der Theatergruppe, Roland Weihert, unsere Edith Damm, die dieses Mal als Paulas Freundin Luise für Verwirrung sorgt und Regisseurin Helga Bürger-Lehr“, freute sich Dieter Neumann, zweiter Vorsitzende des Fan-Clubs. Der jahrelange Erfolg stellt sicher: Auch in diesem Jahr wird ab Herbst wieder fleißig geprobt, um Anfang 2012 erneut ein lustiges Stück auf die Bühne zu bringen.

Quelle: op-online.de

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