Einbürgerung in Dieburg

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Der Bereich Einbürgerung soll im Dieburger Rathaus eine neue Heimat finden.

Münster/Dieburg ‐ Neue Bündnisse zwischen den benachbarten Kommunen tragen dazu bei, die Kosten bei den Verwaltungsausgaben zu senken. Von Ursula Friedrich

Im Vorjahr gingen bereits die Gemeinden Münster, Eppertshausen, Messel und Dieburg eine Zweckehe ein, indem sie ihre Standesamtsbezirke verschmolzen und in Dieburg ein zentrales Standesamt mit den Aufgaben betrauten. Münsterer Bürger, die gerne die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen möchten, müssen ebenfalls bald in Dieburg die Formalitäten rund um das Thema „Einbürgerung“ abwickeln. Ab 1. April, so entschied es das Gemeindeparlament Münster, soll der Bereich Einbürgerung aus der eigenen Verwaltung ausgegliedert werden und in Dieburgs Rathaus eine neue Heimat finden. Dadurch bleiben der Gemeinde Kosten erspart.

Noch ist die Leiterin des ehemaligen Standesamtes für Einbürgerungen zuständig. Wenn sie im Juni diesen Jahres in den Ruhestand geht, wird keine neue Kraft für den Bereich geschult.

Vereinbarung auf zwei Jahre befristet

Eine fallbezogene Umlage soll den Aufwand der Dieburger Verwaltung wettmachen. Eine personelle Aufstockung ist dort nicht nötig. Die Vereinbarung wird zunächst auf zwei Jahre befristet und muss von Landrat Klaus Peter Schellhaas noch abgesegnet werden.

Mit der „interkommunalen“ Zusammenarbeit der Kommunen setzt sich ein Trend fort, den Bürgermeister Walter Blank in seiner Rede zum Haushalt 2010 anlässlich der angespannten Kassensituation hessischer Kommunen ansprach: Nur mit „Ausgabendisziplin, Effizienz, Verwaltungsmodernisierung und regionaler Zusammenarbeit“ könne der Weg der Haushaltskonsolidierung erfolgreich weiter verfolgt werden.

Im Etatentwurf für 2010 klafft in Münster wegen der Einnahmeneinbrüche bereits ein 2,6 Millionen Euro großes Loch.

Quelle: op-online.de

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