Eine ganz allein selbst gemachte Fete

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Der Papa diente als Ventilator für die kleine Maybrit beim Hauptstraßenfest.

Altheim -  Wenn in Altheim die Hauptstraße gesperrt ist, ist entweder Kerb oder das Hauptstraßenfest wird gefeiert. Letzteres hat sich in den zurückliegenden 18 Jahren zu einer „ausgewachsenen“ Veranstaltung entwickelt. So auch dieses Mal. Von Michael Just

„Die Leute freuen sich mittlerweile auf das Fest und zwar nicht deshalb, weil irgendeiner mal aufsteht und was macht“,hebt Mitorganisator Alex Schönberner heraus. So stehe das Hauptstraßenfest für ganz viel Lokalkolorit, der nicht kommerziell, sondern pur sei und das kommt an. Genauso wie die Tatsache, dass wo Altheim draufsteht auch Altheim drin ist.

Gleich zu Beginn gestalteten die Altheimer Kindergartenkinder das Programm, als sie auf umfunktionierten Plastikeimern trommelten. Im Anschluss hatten die Schüler der Regenbogenschule ebenfalls einen Auftritt. Nur wenige Schritte weiter lag auf der längsten Straße des Münsterer Gemeindeteils mit seinen 84 Hausnummern das Glück auf dem Rücken der Pferde, die von einem lokalen Ponyhof stammten.

Der Altheimer Oldtimer Stammtisch stellte seine Fahrzeuge aus und am Abend betätigte sich DJ Alex von der Jugendwehr als Stimmungslieferant. „Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir 2009 deutlich mehr Programm“, erzählt Schönberner und deutet dabei auf einen Traktoranhänger, der zur Bühne umgebaut wurde.

Profi-Schausteller müssen draußen bleiben

Auf ihm spielten bereits schon am Nachmittag „Heit nit mehr“ und Oli Bopp, die vom Kopf des Organisatorenteam als „Hessenrocker“ und als Bekannte einer Hauptstraßen-Anliegerin vorgestellt wurden. „Die spielen nicht gegen Gage, sondern sie nutzen die Gelegenheit, einmal vor Publikum aufzutreten. Auch dafür ist das Fest gut“, betont Schönberner. Am Programm und der Verwendung der Einnahmen, die wie jedes Jahr der Kinder- und Jugendarbeit von lokalen Gruppen, Vereinen, dem Kindergarten oder der Schule zugute kommen, wird für ihn besonders deutlich, welches Prinzip man mit dem Hauptstraßenfest verfolgt.

Hier werde auch der Unterschied zur Kerb sichtbar: „Wir haben keine professionellen Schausteller.“ So lägen zwar Angebote für ein Riesenrad und weitere Stände vor, die man aber unbeachtet lasse: „Selbst wenn wir Einnahmen teilen würden, wollen wir das nicht haben. Alles was hier angeboten wird, machen wir selbst.“

Quelle: op-online.de

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