Münster sucht Zusammenschluss mit Nachbarn

An einem Strang ziehen für den S-Bahn-Anschluss

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An Münsters Bahnhof schon in die S-Bahn einsteigen: das ist das Ziel der Gemeindevertretung.

Münster - Seltene Einstimmigkeit in Münsters Parlament: Alle Fraktionen möchten für einen baldigen S-Bahn-Anschluss einen gemeinsamen Kampf mit Dieburg und Eppertshausen aufnehmen, den Streckenabschnitt der S1, der derzeit in Ober-Roden endet, bis Dieburg fortzuführen.

Gemein ist den Lokalpolitikern in Münster, Eppertshausen und Dieburg der Wunsch, dass ihre drei Bahnhöfe an die bislang in Ober-Roden endende S-Bahn-Linie angeschlossen werden. Gerade unter Verweis auf Kosten-Nutzen-Rechnungen scheiterte dies bislang. Zur jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung brachten sowohl die CDU als auch – gemeinsam– SPD und ALMA Anträge ein, mit denen der Gemeindevorstand Münsters sich gerade beim Rhein-Main-Verkehrsverbund für einen Ausbau über Eppertshausen und Münster bis nach Dieburg einzusetzen.

Die Anträge wurden nach der Diskussion und einer kurzen Beratungspause zusammengefasst, unter Betonung darauf, in gemeinsamer Abstimmung mit den Nachbarn Dieburg und Eppertshausen initiativ zu werden. Die Hoffnung auf einen schnellen Ausbau der S-Bahn-Strecke, die besonders mit einer dichteren Taktung der Züge gegenüber dem jetzigen Stand verbunden wäre und die „Öffentlichen“ für Dieburger, Münsterer und Eppertshäuser noch attraktiver machen würde, weckte trotz des neuen Vorstoßes allerdings niemand. Der 68-jährige CDU-Gemeindevertreter Günter Willmann etwa orakelte: „Ich werde es wohl nicht mehr erleben.“ (jd)

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Quelle: op-online.de

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