Einmal um den Globus schlemmen

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Sich durch alle Nationen des Kindergartens futtern konnte man jetzt in St. Michael.

Münster - Sich fühlen wie Gott in Frankreich ist sicher schön, doch sich einmal um die ganze Welt zu futtern, hat bestimmt auch seinen ganz eigenen Reiz. Multikulturell schlemmen jedenfalls konnte man jetzt in St. Michael in der Gerhard-Hauptmann-Straße. Von Thomas Meier

„Interkulturelle Wochen“ sind nicht nur etwas für Erwachsene und Politiker. Im Katholischen Familienzentrum, zu dem auch viele Migrationskinder gehören, beteiligt man sich am Freitag, bereits zum dritten Mal an dieser bundesweiten Aktion. Und über 40 Eltern machten mit, kochten, schmorten, backten oder richteten Salate an. Es gab Indisches, Türkisches, Marokkanisches, Amerikanischer, Armenisches und ganz viel Exotisches zum Verschnabulieren. Nicht nur den Kindern mundete es köstlich, zahlreiche Eltern, Nachbarn und Freunde internationaler Küche, die von der Aktion hörten oder lasen, kamen zum prallgefüllten Mittagstisch.

Und die Kochaktion wird nicht nur zur Interkulturellen Woche im Familienzentrum gepflegt und angeboten. Seit eine Migrantenmama im Dezember 2008 mal auf die Idee kam, Waffeln zu backen und im Kindergarten zu verkaufen, um anderen Eltern finanzielle Entlastung für Ausflüge, Freizeiten oder sonstige Projekte zu bieten, gibt es die Monatsaktion „Essen für einen guten Zweck“. Der Erlös kommt Kindern zugute, die ohne finanzielle Unterstützung nicht an solchen kostenpflichtigen Aktivitäten teilnehmen könnten.

Der Erlös des Multikultimahles beispielsweise wird genutzt, um die dreitägige Freizeit in Ernsthofen für alle zukünftige Schulkinder der Kita zu ermöglichen. Die Erzieherinnen Marta Albert und Monika Eutenauer sind begeistert: Soviel soziales Engagement färbt ab.

Quelle: op-online.de

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