Vorgezogene Einschulung

Neue Rektorin plus 21 Abc-Schützen in Altheim

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21 Abc-Schützen erlebten bereits gestern an der Regenbogenschule in Altheim ihre Einschulung und die Vorstellung der neuen Rektorin. Zum um einen Tag vorgezogenen Termin kam es, weil Lehrer der Schule heute selbst die Einschulung ihrer eigenen Kinder andernorts mitverfolgen möchten.

Altheim - Die Regenbogenschule hat seit gestern nicht nur 21 neue Schüler, sie hat auch eine neue Rektorin. Von Thomas Meier

Natascha Heiß stellte sich den nunmehr 93 Schülern und zahlreichen Eltern bei der vorgezogenen Einschulung im voll besetzten Atrium der Grundschule als Nachfolgerin von Helga Blitz vor. Natascha Heiß ist geboren in Rödermark und arbeitete die vergangenen 14 Jahre an der Dietrich-Bonhoefer-Schule in Dietzenbach. Studiert hat sie in Frankfurt Sport, Mathematik, Englisch und Kunst auf Grundschullehramt, ihr Referendariat absolvierte sie an der Trinkbornschule in Rödermark.

„Es war mir eine echte Herzensentscheidung“, bekundet die Pädagogin ihren Entschluss, sich um die Leitungsstelle an der kleinen, aber feinen Regenbogenschule zu bewerben. Und dieser Entschluss währt schon viel länger, als die Stelle nur kurzfristig erst im April dieses Jahr ausgeschrieben worden war.

„Nicht, dass es mir an meiner Schule nicht gefallen hätte. Im Gegenteil, ich unterrichtete sehr gern dort. Doch wollte ich mich beruflich auch weiterentwickeln“, sagt Heiß, die bereits vor etwa eineinhalb Jahren von der Regenbogenschule und dem Abschied von Helga Blitz hörte, die die Schule seit ihrer Gründung vor 25 Jahren mit sehr viel Herzblut leitete.

Frühzeitig nahm Heiß mit ihrer Vorgängerin Kontakt auf: „Und fortan war ich noch begeisterter von dem Konzept der Regenbogenschule, über das ich zuvor einiges hörte und viel gelesen hatte.“ Und da gab und gibt es ja auch einiges, was die Regenbogenschule so besonders macht: Sie trägt das Gütesiegel Hochbegabung, entwickelt offene Unterrichtsarrangements zur individuellen Förderung und Herausforderung unterschiedlicher Begabungen. „Allein das kleine Beispiel vom gemeinsamen Wochenschlusskreis, der in der Schule zelebriert wird, fand ich schon sehr spannend“, sagt die Pädagogin, ebenfalls die Forscherwerkstatt mit Fortbildung von interessierten Lehrkräften lobend erwähnend.

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Es sind die gemeinschaftsbildenden Schwerpunkte, die der neuen Rektorin sehr zusagen: die Stärkung des Ich und Wir im Klassenverband, im Schlusskreis, durch Wohlfühlregeln, durch klassenübergreifende Projekte, gemeinsames Musiktheaterstück vor Weihnachten, bei dem alle Kinder beteiligt sind und mehr. Die Betonung des musisch-ästhetischen Bereichs an der Schule, die Elemente aus Theater, Musik und Kunst sieht die Rektorin als wichtigen und integrativen Bestandteil aller Fächer in allen Klassen. Kurz: „Hier fühle ich mich sicher sehr wohl, hier will ich Lehrerin sein“, sagt Heiß.

Die Kinder begrüßte „die Neue“ gestern ebenfalls mit einer mitgebrachten Schultüte. Schließlich war es auch ihr erster Tag als Rektorin und sie hatte so ebenfalls „etwas zum daran Festhalten“. Und sie hatte mit solcher Symbolik gleich auch die Herzen nicht nur der Abc-Schützen, sondern sicher auch vieler Eltern für sich gewonnen.

Quelle: op-online.de

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