Eisbärenraum wird zum Nest

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Marion Kinzl und der Star-Wars-Chor der angehenden ABC-Schützen begrüßten das Publikum im Haus der Kinder mit einem schwungvollen Lied.

Münster - Der Wassereinbruch bei den „Eisbären“ löste eine große Sanierungswelle aus. Eine Million Euro verschlangen die Reparaturkosten für die Kita „Haus der Kinder“. Von Ursula Friedrich 

Nach rund drei Jahren der Sanierung, Modernisierung und dem Umbau der Einrichtung, wurde jetzt mit Kindern, Eltern, Verwaltung und am Bau beteiligten Unternehmen gefeiert. Im Juni kehrten die 72 Kindergartenkinder aus dem Exil im Container neben der Kulturhalle zurück. Weil damals vieles turbulent zuging und auch die Handwerker noch eifrig werkelten, fiel die Rückkehrparty aus. Die wurde, auf Wunsch des Elternbeirats, nun nachgeholt.

Mit ihrem Lied „Alle Kinder lernen lesen...“ begrüßten die Star-Wars-Kids die Besucher – der „außerirdische“ Chor wird bald das Kindergartentäschchen gegen den Schulranzen tauschen. Die lange Umbau- und Sanierungsphase im „Haus der Kinder“ war auch eine Investition in die Zukunft. „Ab September wird unser Eisbärenraum zum „Nest“, erklärte Kita-Leiterin Marion Kinzl, dann öffnet die Einrichtung eine neue Gruppe für Kleinkinder zwischen ein und zwei Jahren.

Schlafraum, kindgerechtes Mobiliar, Wickeltisch und winzige Toiletten sollen den Ansprüchen der Kleinsten Rechnung tragen. Hier, bei den Eisbären, hatte das Drama seinen Lauf genommen. Ein Wasserschaden in der Küche hatte sich in den Gruppenraum der erst 1995 eingeweihten Immobilie ausgedehnt. Neue Wasserleitungen, eine grundhafte Sanierung, die Erneuerung des Fußbodenaufbaus, neue Dämmung und Fußbodenheizung... die Liste der Maßnahmen, die Bürgermeister Walter Blank noch einmal vorlas, war ellenlang. Immerhin: Die baulich umgestalteten Räume für die neue U2-Gruppe wurden vom Land Hessen mit 43. 650 Euro bezuschusst.

„Nicht alles, was erledigt wurde, war die Aufarbeitung des Schadens“, stellte Blank klar, „das Haus wurde grundhaft erneuert und aufgewertet“, vom neuen Sonnenschutz, bis zu weiteren Jalousien und neuem Schallschutz. „Die Arbeit in der Kita steht nie still“, sagte Marion Kinzl – münzte dies jedoch nicht auf Innendesign und Außenfassade, sondern pädagogische Inhalte. Derzeit werden die Räume nach neuen inhaltlichen Schwerpunkten umgestaltet. 72 Kinder – davon vier Integrationskinder – zwischen drei und sechs Jahren besuchen die Einrichtung, 13 Plätze sind frei. Diesem Überangebot an Kita-Plätzen trägt die Gemeinde Rechnung, indem ein neues Klientel erschlossen wird, die Kleinsten. Im September soll die Gruppe für unter Zweijährige eröffnet werden. Marion Kinzl und ihr Team sind gerüstet – nicht nur baulich.

Quelle: op-online.de

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