Hundekot: Ende eines anrüchigen Themas?

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Hundekotbeutel an mehreren neuen Standorten sollen Hinterlassenschaften auf Wegen und Feldern minimieren. Werner Köpfinger, Leiter des Münsterer Bauhofs, Norbert Schewe, 1. Beigeordneter und Conny Gardner-Hartmann, Gemeindeverwaltung, freuen sich, dass Hundehalter Marco Frühwein gleich einen Hundekotbeutel für seinen „Balou“ mitnimmt.

Münster - Noch „stinkt“ es in der Gemeinde nicht bis zum Himmel, aber Ärgernisse sind sie allemal: Die Hinterlassenschaften unserer vierbeinigen Freunde. Verschmutzt sind vor allem Fuß- und Radwege, teilweise auch öffentliche Grünflächen im Ortsbereich.

Besonders stark betroffen sind die Bereiche um den Friedhof in Münster und der Verbindungsweg zum Wirtschaftsweg in Höhe der Hauptstraße 55 in Altheim. Der allgemeine Zorn der Bürger und Landwirte über herumliegende Hundehaufen wächst zunehmend. Es geht nicht nur darum, dass man sich über den Tritt in das Häufchen ärgert und es für jeden Betroffenen unangenehm ist, es aus den Schuhsohlen herauszukratzen. Es geht dabei um viel mehr, denn was viele Menschen nicht wissen: Hundkot kann Infektionen auslösen.

„Das Problem ist, dass der Hundekot auch Überträger von Krankheiten sein kann. Neben den für Hunde typischen Darmbakterien, die im Einzelfall natürlich auch ein Infektionsrisiko darstellen können, ist in erster Linie die Besiedelung des Kotes mit Würmern, darunter Faden- und Bandwürmer, sowie anderen Parasiten zu nennen“, informiert Rainer Werner von der Gemeindeverwaltung Münster. Seine Kollegin Conny Gardner-Hartmann führt aus: „Da die Würmer im Darm in großen Mengen Eier ausscheiden, werden diese in der Umwelt verbreitet. Beispielsweise durch Schnüffeln am Kot können Hunde sich jederzeit neu infizieren. Aber auch Menschen tragen an den Schuhsohlen die winzigen, nicht sichtbaren Eier mit in die Wohnung und verbreiten sie dort. Auch für die Mitarbeiter des Gemeindebauhofes und der beauftragten Firmen, die die Grünanlage in unserer Gemeinde pflegen, ist dies ein Gesundheitsrisiko.“

Jetzt hat das Rathaus reagiert und sechs Hundetoiletten und Beutelspender an Gassiwegen installiert; in Münster am Parkplatz Gersprenzstadion, in der Grünanlage neben dem Friedhof, beim Parkplatz am Freizeitzentrum sowie an der Einfahrt Richtung Sauerwein am Grenzgraben. In Altheim stehen Tütenboxen am Pflanzbeet zwischen Regenbogenschule und Sportlerheim (TSV) und am Verbindungsweg zum Wirtschaftsweg in Höhe der Hauptstraße 55. An diesen Stellen können die schwarzen Hundekottüten gezogen und entsorgt werden. Die Stationen passten sich gut der Umgebung an und seien praktikabel zu benutzen, sagt Werner Köpfinger vom Münsterer Bauhof, der mit seinem Team in den vergangenen Tagen die Hundekotbeutelstationen aufgestellt hat.

Alles gute Voraussetzungen für den Hundehalter, das örtliche Hundetoilettensystem zukünftig anzunehmen und die „Häufchen“ ordnungsgemäß aufzulesen, um sie anschließend in den Behältern zu entsorgen. Das meint auch Marco Frühwein, der mit seinem Border Collie Balou als erster Hundebesitzer einen Beutel mitnehmen konnte. Er urteilt: „Das ist eine gute Idee und erleichtert Hundebesitzern das Beseitigen der Hinterlassenschaften, zumal an den Stationen nicht nur Beutel entnommen werden können, sondern dort auch ein Abfallbehälter ist, in den sie nach der Benutzung wieder hineingeworfen werden können.“ Praktisch also, die neue Variante in Münsters Gemarkung, so dass Erster Beigeordneter Norbert Schewe die gemeinsame Entscheidung des Gemeindevorstandes für die Stationen mit dem Wunsch verbindet: „Wir hoffen sehr, dass dieser Service von den Hundehaltern gut angenommen wird, denn damit entlasten sie die Umwelt, verhindern Ärgernisse anderer Spaziergänger und sorgen für ein gutes Image von Hund und Besitzer.“

Ekel-Fotos: Gegrillte Hunde in Vietnam

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(tm)

Quelle: op-online.de

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