Entdeckerkarte für die Neubürger

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Auf Entdeckertour: Mit einem neuen Faltblatt lassen sich die wichtisten Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten von Münster wie an einer Perlenkette ablaufen.

Münster (mj) - 100 bis 150 Neubürger zählt Münster im Jahr. Dass die sich sofort in der aufstrebenden Gemeinde zurecht finden und auf Anhieb wissen, wo sich die wichtigsten Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten befinden, gibt es nun eine Entdeckerkarte.

Sie offeriert einen Weg, an dem sich 34 wichtige Punkte wie an einer Perlenkette ablaufen und erkunden lassen.

Am Donnerstagabend stellte Bürgermeister Walter Blank bei einem kleinen Rundgang das Faltblatt vor. „Die Idee zu dieser Karte gibt es schon länger“, sagt Verwaltungsmitarbeiterin Kirsten Sames, die den Wegweiser zusammen mit ihrem Kollegen Thilo Becker ausgearbeitet hat. Schon vor elf Jahren, als Bürgermeister Walter Blank von einer Tagung in Butzbach zurückkehrte, brachte er von dort einen Flyer mit der Überschrift „Spaziergang durch Butzbach“ mit. Die Frage, ob das nicht auch was für Münster wäre, war schnell mit „ja“ geklärt. Dennoch hatten erst andere Projekte, wie die 750-Jahr-Feier oder das Museum, Vorrang.

Bürgerstiftung übernimmt kosten

Im vergangenen Jahr stimmte die Bürgerstiftung dann zu, die Kosten zu übernehmen. „Dies war der Anlass, gezielt an die Umsetzung zu gehen“, sagt Sames. Die Bürgerstiftung hat in ihrer Satzung verankert, die Heimatpflege zu fördern. Die rund 500 Euro Druckkosten sehen die Vertreter des Stiftungsbeirats, die sich mit dem Bürgermeister auf die Runde machten, als gut angelegt.

Als übersichtlich und handlich präsentiert sich die Entdeckerkarte. „Zu jedem Punkt sind die wichtigsten Informationen zusammengefasst“, weiß Blank, der hofft, dass der Flyer eine Anregung ist, sich vielleicht im Anschluss noch näher zu informieren. Die erste Station ist das Rathaus, die letzte der Abtenauer Platz. Dazwischen liegen unter anderem die beiden Kirchen, das Storchenschulhaus, der Bahnhof, der Bürgerpark, das Museum, die Kindergärten und Schulen. Auch die Hintergasse als ältester Teil von Münster zählt dazu sowie das vermutlich älteste Haus der Gemeinde in der Schulstraße 17. Nach jetziger Erkenntnis wurde das zweigeschossige Fachwerkhaus im 16. Jahrhundert gebaut und verkörpert damit eine echte Rarität im Ort.

Für Neubürger, Gäste und Touristen

Insgesamt ist die Karte nicht nur für Neubürger, sondern auch für Gäste und Touristen geeignet. Besitzer eines Smartphones kommen über zwei QR-Codes – das sind die kleinen verpixelten Quadrate – direkt auf die Homepage von Münster und deren Imagefilm. „Wer alles in Ruhe ablaufen will, dürfte zwei Tage unterwegs sein. Da sieht man, dass Münster doch mehr zu bieten hat als man glaubt“, hebt der Bürgermeister schmunzelnd hervor.

Von dem Faltblatt wurden 1 000 Exemplare gedruckt, von denen jeder Neubürger automatisch bei der Anmeldung eines bekommt. Für alle anderen liegt es im Foyer des Rathauses aus. Bisher behandelt die Entdeckerkarte nur Münster. Von der Gemeindeverwaltung gab es aber bereits das Versprechen, dass für Altheim bald etwas Gleichartiges folgt.

Quelle: op-online.de

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