Gersprenzlauf: Nachwuchs trotzt der Hitze

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Die Führungsgruppe beim Zehn-Kilometer-Lauf.

Münster - Über den „18. Entega Gesprenzlauf“ am Samstag gibt es zwar wahrlich viel Gehaltvolles zu berichten – doch das Wetter darf als Thema in den nachfolgenden Zeilen nicht fehlen. Von Jens Dörr

Denn Temperaturen von mehr als 30 Grad in der Sonne prägten die Veranstaltung des VfL Münster im Gersprenzstadion und auf der Fünf-Kilometer-Runde im Norden der Gemeinde deutlich mit.

Das zeigte sich etwa bei den Teilnehmerzahlen: Insgesamt 414 Sportler – neben wenigen Walkern fast sämtlich Läufer – schnürten an der 18. Auflage des Klassikers die Schuhe. Das waren 44 weniger als im Vorjahr. „Von den Anmeldungen her hätten es mehr als 500 Läufer sein müssen“, sagte Joachim Müller, einer der Hauptorganisatoren im Gersprenzlauf-Team des VfL. Er schrieb den leichten Rückgang den hohen Temperaturen zu, nannte die Beteiligung dennoch „erneut sehr gut“.

Bilder vom Lauf in Münster

Entega Gersprenzlauf

Neben den traditionellen Wettbewerben über zehn Kilometer und im Halbmarathon (21,1 Kilometer) hatten die Organisatoren auch wieder einen Fünf-Kilometer-Lauf angeboten. Innerhalb der Fünf-Kilometer-Konkurrenz sollte es eigentlich erstmals einen Teamwettbewerb geben, bei dem der VfL vor allem auf den Zuspruch von lokalen Vereinen und Stammtischen gesetzt hatte. Allerdings meldete sich keine Mannschaft dafür an. „Vielleicht muss sich das erst noch richtig rumsprechen“, schloss Müller einen erneuten Versuch im kommenden Jahr nicht aus.

Bei den ebenfalls ausgetragenen Schülerläufen über 1000 und 2000 Meter starteten derweil 147 Kinder und damit 17 mehr als im vergangenen Jahr.

Besonders der Nachwuchs ließ sich also nicht von der sommerlichen Witterung vom Laufen abhalten, wenn beim Zieleinlauf auf dem Rasen des Gersprenzstadions manchem auch die Anstrengung ins Gesicht geschrieben stand. Schnellstes Kind über 1 000 Meter war ein Mädchen: Anna Knapek, die für die John-F-Kennedy-Schule startete, kam nach beachtlichen 3:42 Minuten ins Ziel. Über 2 000 Meter ging an Leon Hagenlocher kein Weg vorbei: Der Triathlet des VfL Münster „finishte“ in 7:12 Minuten.

Die Sieger der Klassen

Beim Fünf-Kilometer-Lauf für Jedermann siegte souverän Maren Schmitz (20:17 Minuten, LC Bingen). Gesamtsieger der Herren wurde Fabian Pfeifer (18:11 Minuten). Den Zehn-Kilometer-Lauf gewann in der Zeit von 36:56 Minuten Markus Fischer. Der Groß-Zimmerner geht für das Software AG Team Darmstadt an den Start. Er verwies Nils Haase vom VfL Münster auf Platz zwei – Haase war 44 Sekunden langsamer. Das durfte auch sein Vater Werner Haase über das Funkmikrofon mitteilen – er fungierte als kompetenter „Lautsprecher“ der Veranstaltung. Über die 10 000 Meter bekamen aufgrund der Wärme gleich drei Sportler ernstere Probleme mit dem Kreislauf - laut Joachim Müller allesamt „trainierte Läufer“. An der Unterstützung des Gastgebers konnte es nicht gelegen haben: Auf den Fünf-Kilometer-Runden der langen Läufe gab es alle 2 500 Meter eine Getränkestation.

Erneut zahlreiche Zuschauer feuerten die Sportler an.

Der Halbmarathon geriet zu einer klaren Angelegenheit für Lorenz Köhl von der TGM/SV Jügesheim. Er wurde in 1:19:43 Stunden Gesamtsieger, obwohl er in der etwas gesetzteren Altersklasse M45 antritt. Er ließ die Jungspunde hinter sich, unter anderem den Hauptklassensieger und Gesamtzweiten, Mario Stuth (Rhein Neckar Racing Team). Er benötigte 1:21:54 Stunden. Dritter wurde Gregor Köbler vom TV 1878 Groß-Umstadt mit 1:29:15 Stunden. Lokalmatador Timo Grub (Altheim/TV Hergershausen), der auch bei solchen Bedingungen deutlich schneller laufen kann als der Sieger am Samstag, war in Münster nicht mit von der Partie. Die Münsterer Zuschauer, die wie alle besonders die schattigen Plätze der Tribüne begehrten, bejubelten unterdessen Martina Maul: Die Athletin vom gastgebenden VfL beendete ihr Rennen nach 1:33:01 Stunden. Sie hatte damit mehr als zehn Minuten Vorsprung vor ihren Verfolgerinnen.

Joachim Müller dankte nach den Läufen noch einmal ausdrücklich allen Helfern und Kuchenspendern sowie den Sponsoren der Veranstaltung. Ein weiterer Bericht mit den Top-Ergebnissen hiesiger Läufer folgt.

Quelle: op-online.de

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