Viele Fragen offen / Heruntergestürztes Deckenteil war laut Obduktion Todesursache

Was explodierte im Haus?

Umzäunt, gesichert und versiegelt präsentiert sich das Unglückshaus. Die Explosionsursache ist noch unbekannt. Foto: Th. Meier

Münster - Nach der Explosion eines Wohnhauses suchen die Ermittler von Feuerwehr und Kriminalpolizei weiter intensiv nach der Unglücksursache. Bei der Detonation und dem anschließenden Brand war am Donnerstag ein Mensch ums Leben gekommen. Von Thomas Meier

Der im Oberschoss des Hauses aufgefundene Leichnam ist gestern in der Gerichtsmedizin in Frankfurt obduziert worden. Die Polizei geht weiterhin davon aus, dass es sich bei dem Opfer um die nach dem Ereignis vermisste 62-jährige Bewohnerin des Hauses handelt. Ein eindeutiges Ergebnis liegt jedoch noch nicht vor. Hierzu sind weitere Untersuchungen erforderlich. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis ist die Frau durch ein nach der Explosion heruntergestürztes Deckenteil des Hauses erschlagen worden.

Warum das Haus in die Luft flog, wird wohl erst in ein paar Tagen geklärt werden können, wie Polizeisprecher Ferdinand Derigs sagte. „Auszuschließen ist mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit die Einwirkung einer dritten Person“, sagt der Polizist im Amtsdeutsch, und auch technische Defekte schlössen die Fachleute eher aus. „An den Spekulationen über einen möglichen Suizid, wie sie beispielsweise in Fernsehberichten laut wurden, beteiligen wir uns nicht“, erklärt Derigs, ermittelt werde weiterhin in alle Richtungen, Anfang, Mitte nächster Woche hoffe man auf nähere Erläuterungen.

Das Haus am Bahnhofsplatz wurde am Donnerstagnachmittag provisorisch gesichert und polizeilich versiegelt. Den entstandenen Sachschaden beziffern die Experten von der Bauaufsicht und dem Kriminaldezernat 10 der Darmstädter Polizei auf rund 250 000 Euro. Es ist bis auf Weiteres unbewohnbar. Im Zuge der Lösch- und Sicherungsarbeiten wurden Wände eingerissen. Ob es nochmal aufgebaut werden wird, müssen die Besitzer erst eruieren.

Der Familie Konakci wurde bereits am Donnerstag die sofortige Hilfe der Gemeinde angeboten, erklärt Michael Krause vom Gemeindevorstand in Vertretung von Bürgermeister Walter Blank. Doch kamen Eltern und beide Kinder vorerst beim Vater unter, der ebenfalls in Münster lebt.

Quelle: op-online.de

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