Explodiertes Haus soll neu aufgebaut werden

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Viel Bauschutt gilt es noch aus dem explodierten und ausgebrannten Haus am Bahnhofsvorplatz abzutragen.

Münster - Vor drei Monaten sorgte eine Hausexplosion mit anschließendem Großbrand am Bahnhofsplatz für großes Aufsehen. Eine Frau kam in den Trümmern ums Leben. Von Thomas Meier

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Doch die Staatsanwaltschaft Darmstadt erhebt gegen einen 29-Jährigen aus Messel Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Der erste Verhandlungstag von insgesamt fünf anberaumten Prozesstagen beginnt am kommenden Dienstag, 29. November, um 9 Uhr im Schwurgericht Darmstadt.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, sich in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli zwischen Mitternacht und 3 Uhr in die Wohnung der 62-jährigen Hausbewohnerin S. in Münster begeben und sie im Laufe eines sich entwickelnden Streits derart heftig durch das Zimmer geschleudert zu haben, dass sie schwer verletzt und reglos am Boden liegen blieb.

Tatort hielten Polizei und Staatsanwaltschaft lange versiegelt

Grusliger, ausgebrannter Tatort-Zeuge: Im Kühlschrank steht noch das Eingemachte.

Der Angeklagte soll den Tatort dann zunächst verlassen haben. Um die Tat zu verdecken, habe er am Morgen danach Benzin in dem Haus ausgegossen, in Brand gesteckt und sei geflüchtet. Dies führte zu einer Explosion und dem teilweisen Einstürzen des Hauses.

Die Frau soll aber nicht durch die Explosion, sondern an ihren Verletzungen gestorben sein. Als das Haus zerstört wurde, sei die 62-Jährige schon tot gewesen. Eine Passantin stürzte infolge der Explosion und wurde durch herabfallende Trümmerteile verletzt. Ein neunjähriger Junge im Erdgeschoss befand sich laut Staatsanwaltschaft in Todesgefahr, überlebte aber wie durch ein Wunder. Er erlitt lediglich einen Schock.

Den Tatort hielten Polizei und Staatsanwaltschaft lange versiegelt. Im von Feuer und Wasser zerstörten Haus wurde bei der Spurensuche das Unterste zu oberst gekehrt. Wochenlang lebte die Familie des Hausbesitzers bei Verwandtschaft. Erst seit dieser Woche steht fest: Das Haus am Bahnhofsvorplatz in Münster wird wieder aufgebaut.

Das Obergeschoss muss dazu aber erst einmal komplett abgetragen werden. Eine Baufirma ist derzeit mit den nötigen Ab- und Aufräumarbeiten betraut.

Quelle: op-online.de

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