Explosion fordert ein Todesopfer

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Aus dem Polizeihubschrauber schaut man nach Opfern.

Münster - Eine Explosion in einem Wohnhaus am Bahnhofsplatz forderte gestern morgen um 8 Uhr das Leben einer 62 Jahre alten Bewohnerin des Obergeschosses. Ein neunjähriger Junge konnte sich mit einem beherzten Sprung aus dem Fenster im Erdgeschoss retten. Von Thomas Meier

Auch eine Passantin geriet in Mitleidenschaft: Die 68-Jährige war während der Explosion in unmittelbarer Nähe des Gebäudes. Als sie vom Gefahrenherd weglief, stürzte sie und brach sich dabei den Arm. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht.

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Beherzter Sprung aus dem Fenster

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten waren schnell vor Ort, trotzdem war es ihnen zunächst nicht möglich, alle Bereiche des vom völligen Einsturz bedrohten Gebäudes nach dem zunächst vermissten Opfer abzusuchen. Gegen Mittag erst wurde bei den dann möglichen Bergungsmaßnahmen der Leichnam gefunden.

Um 8.15 Uhr wurde die Explosion, der sogleich ein Brand nachfolgte, der Einsatzleitstelle in Dieburg gemeldet. „Die Wucht hat das Obergeschoss stark zerstört, das Dach ist teilweise weggebrochen“, lautete der erste Sachstandsbericht.

Bilder vom Unglücksort

Explosion im Wohnhaus

Die sofort eingeleiteten Löscharbeiten der Feuerwehren aus Münster und Dieburg - rund 50 Einsatzkräfte waren vor Ort - zeigten rasch Erfolg, so dass der Brand bereits gegen 9.30 Uhr gelöscht war. Auch waren knapp 20 Rotkreuzler und Johanniter mit Rettungs- und Einsatzwagen vor Ort, doch sollte es Stunden dauern, die einsturzgefährdeten Teile des stark beschädigten Gebäudes zu sichern, um alle Nachlöscharbeiten zu realisieren.

Was sich genau in dem Wohnhaus abspielte, in dessen Obergeschoss das 62-jährige Opfer wohnte, darunter die Familie des Vermieters mit zwei Kindern, ist noch nicht abschließend geklärt. Zum Explosionszeitpunkt waren einzig die 62-Jährige und der Junge im Haus. Seine Eltern waren bei der Arbeit, das dreijährige Geschwisterchen im Kindergarten. Eine Gasexplosion wurde von der Wehr bald als Ursache ausgeschlossen, ebenso ein Selbstmordversuch des Opfers oder gar ein Verbrechen. Doch könnten Ölöfen, die im Haus installiert waren, etwas mit dem Unglück zu tun haben. Die Spurensicherung der Brandursachenermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes war noch während des Einsatzes vor Ort an der Arbeit. Die Kriminalpolizei Darmstadt hat ebenfalls Ermittlungen aufgenommen. Ob das Wohnhaus zu retten ist, wird noch geprüft.

Quelle: op-online.de

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