Explosion: Kind steht unter Schock 

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Einsatzkräfte vor dem Haus.

Münster (vs) - Eine Explosion hat heute Morgen ein Wohnhaus in Münster zerstört. Im Obergeschoss ist ein Leichnam gefunden worden - vermutlich der einer 62-jährigen vermissten Frau. Ein neunjähriger Junge konnte gerettet werden. Er erlitt einen Schock.

Den Einsatzkräften war es zunächst nicht möglich, alle Bereiche des Hauses nach der Vermissten abzusuchen. Es habe auch einen Brand gegeben. Die Wucht der Explosion habe ein Obergeschoss stark zerstört, das Dach sei weggebrochen.

Im eingestürtzten Obergeschoss wurden nun bei den Bergungsmaßnahmen ein Leichnam gefunden. Wahrscheinlich handelt es sich um den Leichnam der vermissten 62-jährigen Frau. Näheres wird eine Obduktion ergeben, so die Polizei.

Die Vermisste soll in dem besonders betroffenen Teil des Hauses gewohnt haben. Die Feuerwehr versuchte zunächst, sich einen Weg durch das Gebäude zu bahnen, was anfangs nicht möglich war. Flammen schlugen aus dem Gebäude. Die Hitzeentwicklung erschwerte die Suche. Die Feuerwehr musste nach dem Löschen schweres Gerät einsetzen, um sich einen Weg zu bahnen. Der Junge wohnte den Polizeiangaben zufolge zusammen mit seinen Eltern und einem Geschwisterkind unten im Haus. Der Junge war zum Zeitpunkt der Explosion kurz nach 8 Uhr in der Wohnung.

Bilder von den Bergungsarbeiten

Explosion im Wohnhaus

Polizisten hatten ihn am Fenster entdeckt. Die Eltern waren nach ersten Erkenntnissen zur Arbeit gegangen. Das andere Kind soll im Kindergarten gewesen sein. Bei dem Wohnhaus handelt es sich nach Angaben der Polizei um ein frei stehendes Gebäude. An der einen Seite schließt sich der Bahnhofsplatz an. An der anderen Seite steht ein Haus, allerdings mit rund 20 Metern Abstand.

Die sofort eingeleiteten Löscharbeiten zeigten rasch Erfolg, so dass gegen 9.30 Uhr der Brand gelöscht war. Derzeit sind die Einsatzkräfte bei der Sicherung der einsturzgefährdenden Teile des Gebäudes und bei der Durchführung der Nachlöscharbeiten.

Die Ursache ist noch unbekannt. In dem Gebäude soll es Öfen mit Öl geben. Gas wird als Brandursache zunächst ausgeschlossen. Die Kriminalpolizei in Darmstadt hat die Ermittlungen aufgenommen. Zur Unterstützung sind auch Beamte der Brandursachenermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes im Einsatz.

Auch eine 68-jährige Passantin ist verletzt worden. Nach derzeitigen Erkenntnissen befand sich die Frau zum Zeitpunkt der Explosion auf der Straße in Nähe des Hauses. Sie soll dann weggelaufen und dabei zu Fall gekommen sein. Sie wurd in einem Krankenhaus aufgenommen und aufgrund einer Armfraktur operiert.

Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: op-online.de

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