Familienweihnachtsfeier des Münsterer Turnvereins

Varieté und Ehrungen zum Schluss

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Die „Clownis“ Schnick, Schnack und Schnuck empfahlen sich mit ihren Intermezzi für weitere Engagements.

Münster - Ein Ansager als Zirkusdirektor, eine Sportshow als Weihnachtsvarieté und eine Mitgliederehrung für die sagenhafte Treue zum Verein von 75 Jahren: Das waren nur einige Höhepunkte der Familienweihnachtsfeier des TV 1898 Münster am Sonntagnachmittag in der Kulturhalle. Von Michael Just 

Für 25- bis 75-jährige Treue ehrte der TV Münster bei seiner Weihnachtsfeier Mitglieder.

„Wir sind 115 Jahre alt. Das ist kein Jubiläum im eigentlichen Sinn, mit unserem Weihnachtsvarieté wollen wir das aber trotzdem in einem besonderen Maße begehen“, sagte Vorsitzender Dr. Wilhelm Otten. Beim Blick in die Kulturhalle fiel gleich auf, wie liebevoll sie auf Tischen, Säulen oder dem Geländer des Treppenaufgang weihnachtlich geschmückt war. „Beim TVM wird eben nichts dem Zufall überlassen“, merkte dazu einer der vielen Helfer nicht ohne Stolz an. Für Kinder gab es sogar eine Bastelecke, damit sich die Kleinsten beschäftigen konnten. Die vereinseigene Big Band erwies sich wie immer als Glücksfall: Eine kleine Abordnung spielte schon direkt am Eingang, wo der Vorstand um Dr. Wilhelm Otten und Elli Stork die eintreffenden Mitglieder persönlich begrüßte. Die erste halbe Stunde des Programms schufen die Musiker mit viel Swing und Klassikern Gala-Atmosphäre. Sie spielten „Strangers In The Night“, „I Did It My Way“ oder gaben mit „Jailhouse Rock“ auch mal richtig Gas.

In seinem Jahresrückblick zog Vorsitzender Otten ein zufriedenes Fazit für 2013. Er machte das an drei Punkten fest: „Alle Abteilungen laufen, die auf zehn Jahre verteilte Sanierung unserer Halle ist abgeschlossen und auch die Verjüngung im Verein klappt“, sagte der Vorsitzende. Die Hälfte aller Mitglieder seien Kinder und Jugendliche. Dazu fand man im Vorstand mit Franziska Beck und Kai Döring nun zwei Unter-30-Jährige. Otten erinnert daran, dass in diesem Jahr die Tischtennis-Abteilung ihren 60. Geburtstag feiert, man vor drei Jahren die Basketballabteilung, eine ehemalige Freizeitgruppe, erfolgreich integrierte und dass der TVM mit Angeboten wie Rückenfit oder Zumba ganz nah am Puls der Zeit liege.

Derzeit hat der Verein sieben Abteilungen mit 1040 Mitgliedern. Zum sechsten Mal wurde in der Kulturhalle gefeiert. Vorher hatte jede Abteilung eigene Weihnachtsfeiern. Mit der Familienfeier soll die Geschlossenheit und die Identität des Vereins gefördert werden. Die Moderation übernahm Manfred Bürner. Und der konnte beim Varieté Großes ankündigen: Die Sportshow lieferte Kostüme, Musik und Choreografien, die feinste Unterhaltung boten. Mit Schnick, Schnack und Schnuck waren sogar drei erwachsene Clowns unterwegs, die auch unter eine richtige Zirkuskuppel gepasst hätten. Mit von der Partie waren das Kinder- und das Mädchenturnen, die Fitness-Frauen, die Wettkampfgymnastikgruppe „Novita“ sowie die Rhythmische Sportgymnastik. Für das i-Tüpfelchen hatten die Verantwortlichen Gäste von außerhalb engagiert. Dazu gehörte „Akromotion“ vom TV Babenhausen und die Turner des TAV Eppertshausen. Sie stellen etwas ganz Besonderes dar, da es heute kaum noch Männerriegen gibt.

Kleiner Markt, heimeliges Flair

Kleiner Markt, heimeliges Flair

Zum Programm gehörten auch Ehrungen, die der Vorstand um Dr. Wilhelm Otten, Elli Stork sowie Bürgermeister Walter Blank vornahmen. Bei den sportlichen Auszeichnungen wurden 25 erfolgreiche Aktive nach vorne gerufen, die auf Gau-Ebene Einzel- oder Mannschaftsmeister wurden. Bei den langjährigen Mitgliedern waren es 27 Personen, die dem TVM zwischen 25 und 75 Jahre angehören: Seit vier Jahrzehnten im Verein sind Bodo Bikowski, Bernhard Knöll, Jochen Köhl, Martina Ledermann, Birgit Gerhold und Anja Poth. Für 50 Jahre wurden Hans Erlebach, Josef Haus, Maria Stroh, Katharina Wildhirt und Gertrud Braun geehrt. 60 Jahre treu sind Hans Ludwig Ries, Erich Roßkopf und Theo Friess, seit 65 Jahren Emil Löbig. Die unglaubliche Zeit von 75 Jahren gehören Hans Kreher und Heinrich Otto Ries dem TV an.

Quelle: op-online.de

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