Fastnacht in der Kulturhalle

Senioren im Konfettiregen

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Gut gelaunt feierten rund 300 Gäste am Donnerstag auf Einladung des Seniorenbeirats die Fastnachtssitzung.

Münster - Ein ganzer Saal voll älterer Herrschaften allerbester Dinge. Bürgermeister Walter Blank vom Narrenvirus infiziert. Und die Gemeindemitarbeiter im Elferrat. Das ist die alljährliche Seniorenfastnacht in der Kulturhalle. Von Ursula Friedrich 

Für ältere Bürger wurde am Donnerstag Nachmittag erneut ein sprichwörtlich tolles Programm geschnürt. Akteure der örtlichen Fastnachtsvereine zündeten eine närrische Rakete nach der nächsten auf den Bühnenbrettern der Kulturhalle – da sprang der Funke im Nu über. Über 300 Gäste schunkelten, lachten und sangen.

„Toll, wir haben noch mehr Gäste als im Vorjahr“, freute sich Münsters Gemeindesprecher Olaf Salg-Burmeister, „sogar das Pflegeheim ist mit einer Delegation angereist.“

Der Ansturm der närrischen Senioren war so groß, dass eilig noch Tische und Stühle herbeigeschafft werden mussten. Zwischen den Gästen wirbelten die Aktiven des Seniorenbeirats und weitere ehrenamtliche Mitstreiter herum, um die Feiernden mit Getränken, Kreppel und Kuchen zu verköstigen. Die Kooperationsveranstaltung von Seniorenbeirat und Gemeinde sei seit Jahren ein Erfolgsmodell, so Richard Stix, Vorsitzender des Seniorenbeirats.

Tanzender Wanderverein

Aus dem „Land des Maha Raja“ kam die Kindergruppe des Wandervereins, um die Gäste der Seniorenfastnacht zu bezaubern.

Mit dem Fastnachtsurgestein der DJK, Friedel Seib, als Elferratspräsident ging es flott durchs Programm. Musikalisch machten die Happy Singers ihrem Namen alle Ehre und sorgten für gute Laune. Dass im Wanderverein auch getanzt wird, zeigte die Kindergruppe mit ihrer turbulenten Show, der DJK-Nachwuchs purzelte als wilde Piratenhorde über die Bühne und die kleinen FSV-Narren tanzten zu Falcos Kultsong Amadeus. Die Sterneköchinnen Tanja und Sandra Ihring – ein närrisches Importprodukt aus Groß-Zimmern – begeisterten mit Pferdefleischskandal und Fischstäbchenpotpourri in der Bütt. Nachwuchsredner Victor Gilbert (DJK), 13 Jahre jung, klagte vom Leid des Teenagers beim Renovieren des Eigenheims.

Dass in Münster selbst die Kirchengemeinde vom Narrengott Jokus in Bann gezogen wird hat Tradition. Auch der katholische Chor St. Cäcilia wirkte mit, Motto: „De Kerchechor singt uns oan.“

Quelle: op-online.de

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