Kappensitzung der Wehr

Die Meise sitzt neben dem Spatz

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Gabi Wicharz und Günter Schneider gingen als „Minsderer Traumpaar“ auf die Bühne.

Münster - Die Kappensitzung der Münsterer Feuerwehr fuhr mächtig auf: „Golden Girls“, Männerballett, Zwiegespräche sowie Musik- und Playback-Show. Max Grohs Solopremiere in der Bütt wurde gefeiert, ebenso die wahrlich wieder formvollendeten „Kreizverrenker“. Von Jens Dörr 

Mehr als 50 Mitwirkende haben doppelt so vielen Zuschauern am Samstag heitere Stunden auf der Kappensitzung der Freiwilligen Feuerwehr Münster beschert: Bei freiem Eintritt ins Feuerwehrhaus sorgten Tänze, Zwiegespräche und Musikeinlagen für gute Stimmung, ehe der Abend noch mit einer „Blaulicht-Party“ zu den Liedern von DJ Andreas Haus (dem zugleich die technische Leitung oblag) ausklang.

Mit dem Einzug des Dreierrats – für einen Elferrat wäre der Großteil der Bühne draufgegangen – nahm die Kappensitzung vor den auf Anhieb ausgelassenen Gästen Fahrt auf. Sitzungspräsident und Vereinschef Josef Haus führte standesgemäß durch den Abend und wurde dabei von Reimund Nathan und Reiner Bader flankiert. Sie unterstützten Haus unter anderem beim Verleihen der Orden an die Aktiven.

Unter ihnen war Max Groh der jüngste der Kappensitzung. Im Vorjahr hatte der Sohn eines Feuerwehr-Mitglieds bereits zusammen mit seiner Großmutter auf der Bühne gestanden. Diesmal feierte er Solopremiere in der Bütt. Und machte als „Schüler“, der er auch in „echt“ noch einige Jahre sein wird, eine überzeugende Figur. Klar verständlich und mit den richtigen Betonungen feuerte er Gag auf Gag in die Menge, die er damit schnell aus der Reserve lockte. Seine Tante sammele Dosen, tat er kund, sie leide also wohl an „Tupperkulose“. In der Schule schlage er sich leicht und locker durch. Auf der Fensterbank säßen eine Meise und ein Spatz, habe die Lehrerin gesagt, und ihn gefragt, welche die Meise sei. Max Grohs Antwort: „Ganz einfach, die neben dem Spatz natürlich!“

Direkt danach trug ebenfalls der Nachwuchs zum Gelingen des Abends in gemütlicher, nicht zu großer Räumlichkeit bei: Die Tanzgruppe „Impulse“ der Dance Company Dieburg (Leitung: Silke Klotz) entlockte Haus statt eines „Helau“ tatsächlich auch ein „Äla“. Danach lieferten die „Golden Girls“ Lioba Groh, Ilona Grimm, Dagmar Schneider und Gabi Wicharz eine Showeinlage ab und hätten sich dabei nicht einmal unbedingt hinter einem Vorhang verstecken müssen, schafften so aber einige Überraschungsmomente. Wie die „Impulse“ kamen auch sie nicht um eine Zugabe herum.

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Im weiteren Verlauf des Abends wechselten sich Vorträge, Zwiegespräche, Schunkelrunden, Tänze und Musikeinlagen ab. Das Wort ergriffen solo mit dem Vortrag „Die Fledermaus“ noch Ilona Grimm und als „Kur-Spezialist“ Josef Haus. Im Duo auf die Bühne gingen Gabi Wicharz und Günter Schneider als „Minsderer Traumpaar“ und Lioba und Roland Groh „In der Apotheke“. Stefan Hebeling und Stefan Schneider gaben miteinander die „Annemarie und Mechthild“. Die Hinnergassebuwe heizten in der Besetzung Sebastian Herd, Maximilian Hotz, Sebastian Grimm, Ferdinand Ries, Matthias Matheis und Christian Richter gewohnt munter ein, ebenso ein Septett um Reiner Bader, Sandra Grewe, Oliver Holzbauer, Günter Schneider, Michael Sühl, Ina Sühl und Gabi Wicharz mit einer Playback-Show.

Bejubelt und vergöttert wurden natürlich wieder die „Kreizverrenker“, das Männerballett der Feuerwehr. Hier erarbeiteten Dagmar Schneider und Sigi Girbig jenen Tanz, den Gerd Girbig, Joachim „Jogi“ Boucher, Michael Köpfinger, Daniel Oestreicher, Robin Stork, Niclas Lohbeck, Thorsten Schrod und Reimund Nathan formvollendet auf die Bühne zauberten.

Quelle: op-online.de

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