Nutzung von Küche und Gaststätte in der Kulturhalle wird zum Problem

FSV lässt Fastnachtssitzung platzen

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Nicht nur diese FSV-Werbedivas werden enttäuscht sein: Diesmal ist es nichts mit der traditionellen närrischen Fastnachtsfreitags-Fete.

Münster - Gar nicht närrischer Rumms: Die FSV sagt ihre Fastnachtssitzung ab, weil für sie die Infrastruktur in der Kulturhalle nach dem kürzlichen Pächterwechsel der Gaststätte nicht mehr stimmt. Von Jens Dörr 

Am Fastnachtsfreitag, 9. Februar, hätte traditionell die Sitzung der Freien Sportvereinigung (FSV) in der Kulturhalle stattfinden sollen. Dabei stehen alljährlich mehr als 100 Aktive des Vereins auf der Bühne und bieten eine fünfstündige Show. Rund 400 Narren wurden auch für dieses Jahr erwartet, der Vorverkauf lief gut. Nun entschied der Fastnachtsausschuss der FSV aber überraschend, die Sitzung in der kommenden Woche abzusagen.

„Wir wurden am vergangenen Donnerstag und damit zwei Wochen vor der Sitzung darüber informiert, dass uns die für die Durchführung unserer Fastnachtssitzung notwendige Infrastruktur kurzfristig doch nicht zur Verfügung steht“, schreibt der FSV-Ausschuss in einer Stellungnahme. Dabei gehe es um die Nutzung der Küche, der Gaststätte und der damit verbundenen Infrastruktur wie Spülmaschine und Kühlhaus. Die FSV bewirtet die Gäste ihrer Sitzung mit Getränken selbst, beauftragt für das Essen zudem einen Caterer. Die erst vor einigen Tagen neu gestarteten Pächter des Lokals in der Kulturhalle sind (wie jene der Vorjahre) nicht involviert. Dies Bewirtung unternahm – auch als wichtige Einnahmequelle des Mehrspartenvereins – stets die FSV selbst.

So wollte es der Verein auch diesmal stemmen, obgleich es bereits im November einen Ortstermin mit Bürgermeister Gerald Frank und Vereinsvertretern in der Kulturhalle gegeben hatte. Dabei hatte der Rathaus-Chef die neuen Pächter angekündigt und zur Diskussion darüber angeregt, welche Alternativen zur bisherigen, teils brachliegenden, Kooperation zwischen Pächter und Vereinen für beide Seiten akzeptabel sein könnten. Die FSV konstatiert dennoch: „Unsere Planungen und Vorbereitungen sind voll und ganz auf die gewohnten Bedingungen ausgerichtet gewesen, die uns schon immer zur Verfügung standen und im Vorfeld ja auch zugesagt wurden.“ Auch sei im November darauf hingewiesen worden, dass mögliche Veränderungen noch nicht so bald zum Tragen kämen.

Andere Lösungen als die gewohnten kämen für die FSV aus diversen Gründen im Bereich von Logistik, Hygiene und organisatorischem Mehraufwand nicht infrage. Ziel der FSV mit der Sitzung sei nicht nur ein gutes Programm auf der Bühne, sondern auch „eine gute und zuverlässige Bewirtung im Saal.“ Die sah man nun nicht mehr garantiert. Fazit: „Wir wurden zwei Wochen vor unserer Sitzung überraschend vor vollendete Tatsachen gestellt und haben von der Gemeinde oder dem Bürgermeister keine Alternativvorschläge bekommen, die in irgendeiner Art und Weise angemessen wären.“ Seit Donnerstag habe man zwar noch Alternativen überlegt, aber keine tragbaren gefunden. Am Sonntag entschied sich der Ausschuss zur Absage (Modalitäten zur Rückgabe der Eintrittskarten werden noch bekannt gegeben).

Archivbilder

Bilder: Sitzung der FSV Münster

Auch ein weiteres Gespräch gestern zwischen Bürgermeister und FSV brachte keine Wende. Frank sprach einige Stunden später unter anderem von „kommunikativen Problemen“ und betonte: „Wenn man zum Bürgermeister gegangen wäre und gesagt hätte, dass es nur eins zu eins zu den Bedingungen der Vorjahre gegangen wäre, hätte ich alles dafür getan, dass die Veranstaltung stattfinden kann.“ Dies könne aus seiner Sicht auch jetzt noch gelingen: „Meine Tür ist weiterhin offen.“

Quelle: op-online.de

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