CDU kritisiert Bürgermeisters Alleingang

„Pachtverträge gehören ins Parlament“

Münster - Völlig überrascht worden sei die CDU von der Absage der FSV-Fastnachtsveranstaltung: „Wieder einmal wurden die Interessen der Münsterer Vereine von der aktuellen Mehrheit und dem Bürgermeister sträflichst vernachlässigt“, so Fraktionsvorsitzender Thorsten Schrod.

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Er beklagt, „die von SPD und ALMA beschlossene und zum 1. Januar in Kraft getretene Gebührenerhöhung“ für die Vereine sowie die Absage der Fastnachtsveranstaltung seien auf „Fehlentscheidungen des Bürgermeisters“ zurückzuführen. Begründet werde dies mit Kommunikationsproblemen und Missverständnissen, doch unterhalte man sich hierzu mit Verantwortlichen der FSV, so erscheine der Sachverhalt in einem anderen Licht. Dann sage die Gemeinde auch noch die Seniorenfastnacht ab.

Als die Kulturhalle in den 90er Jahren unter CDU Mehrheit errichtet worden sei, habe gegolten: „Münsterer Vereine zuerst“. Eine externe Vermarktung stehe erst an zweiter Stelle. Schrod: „Mit der Einrichtung eines Bistros konnte sichergestellt werden, dass die eigenständige Bewirtschaftung von Vereinsveranstaltungen durch den jeweiligen Verein in vollem Umfange möglich ist. Die Erlöse aus dieser Bewirtschaftung stellen für die Vereine eine wichtige Einnahmequelle dar und sind unabdingbare Voraussetzung für das Fortbestehen unserer Vereinslandschaft.“ Von dieser Leitidee seien Bürgermeister, SPD und ALMA abgerückt. Nun gebe es nur Verlierer: die FSV, die Senioren und der neue Pächter des Restaurants.

„Für die CDU-Fraktion gehört die Beratung und Beschlussfassung über die Veränderung der Bewirtschaftung der Kulturhalle und die Umwandlung des Bistros in ein Restaurant in die Gemeindevertretung“, erklärt der Fraktionschef. Auch den Nutzungsvertrag zwischen Arthaus-Verein und Gemeinde habe der Bürgermeister seinerzeit der Gemeindevertretung vorenthalten und nur aufgrund des massiven Drucks der CDU-Fraktion vorgelegt. Die Union sei erfreut darüber, dass selbst Franks treue Gefolgsleute der ALMA dieses Vorgehen mittlerweile kritisierten.

Bilder: Sitzung der FSV Münster

Die CDU habe Einsparmöglichkeiten aufgezeigt, um auf die eingetretenen Gebührenerhöhungen zu verzichten. Man werde auch an dieser Stelle den Finger in die Wunde legen und nicht nachlassen, das Fehlverhalten von Bürgermeister, SPD und ALMA aufzuzeigen. Solch gravierende Änderungen von Pachtverträgen und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Vereinsveranstaltungen gehören in die Gemeindevertretung. (tm)

Quelle: op-online.de

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