Zwiegespräch des „Minsderer Traumpaars“

110 Narren bei Kappensitzung der Wehr

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Eine rockige Show lieferte die kurzerhand ins Programm genommene FSV-Jugendtanzgruppe von Trainerin Christiane Grimm ab.

Münster - Die Freiwillige Feuerwehr Münster ist auch in dieser Fastnachtskampagne ihrer Tradition einer eigenen Kappensitzung am Stützpunkt neben dem Abtenauer Platz treu geblieben. 110 Narren verfolgten am Samstagabend das mehr als dreistündige Programm. Von Jens Dörr

Durch das führten Vereinsvorsitzender Josef Haus als Sitzungspräsident, im Dreierrat zunächst flankiert von Stefan Hebeling und Michael Sühl. Da Hebeling nach der Pause mit den Hinnergassebuwe seinen Auftritt haben sollte und Sühl zum Finale bei der Playback-Show der „Minsderer Feier-Muggels“ kräftig mitmischte, bescherten in der zweiten Hälfte Dagmar Schneider und Gabi Wicharz dem Trio die weibliche Note.

In der ersten Halbzeit dominierte indes der Nachwuchs. So trug der erst neunjährige Max Groh erneut lustige Reime vor, in denen er über seine peinlichen Eltern sprach. Und vor wenig Halt machte, auch nicht vor Frau Mutter: „Ihre Oberweite, darauf geb ich euch mein Wort, sprengt selbst nen Knopf aus Kruppstahl fort!“ Später sprach er noch die wunden Punkte seines Vaters an, so das nachlassende Haar: „Wo früher volle Locken noch, da wird als größer jetzt das Loch!“ Bemerkenswert, dass der junge Redner, der 2017 seine Solopremiere bei der Feuerwehr gefeiert hatte und dort auch den Nachwuchs-Brandschützern angehört, die 128 Verse auswendig vortrug. Nur zweimal habe er im Skript spicken müssen, verriet er nach seinem Auftritt.

Dagegen lasen Gabi Wicharz und Günter Schneider ihr Zwiegespräch als „Minsderer Traumpaar“ ab, was den deftigen Gags aber keinen Abbruch tat. Ob er denn gar keine Gefühle habe, wollte sie etwa wissen. „Doch, ich hab ständig das Gefühl, ich müsst was essen.“ Die in inniger Hassliebe Verbundenen teilten auch sonst mächtig gegeneinander aus.

Ein 110-köpfiges Publikum verfolgte das Programm des Kappenabends.

Das geschieht in der Realität derzeit auch zwischen FSV Münster und Bürgermeister, deren Verhältnis erst einmal ob der abgesagten FSV-Sitzung festgefahren scheint. Da war es eine schöne Geste der Feuerwehr, dass sie am Samstag kurzerhand die FSV-Jugendtanzgruppe von Trainerin Christiane Grimm ins Programm nahm. Sie rockten die kleine Bühne, unter anderem zu Kiss. Schon ursprünglich eingeplant gewesen war der zuckersüße Auftritt einer Kindergruppe des Karnevalvereins Dieburg.

Die „Golden Girls“ der Feuerwehr, Lioba Groh, Dagmar Schneider und Gabi Wicharz, standen derweil erst bei der Entgegennahme der Orden von Angesicht zu Angesicht zum gut aufgelegten Publikum. Sie hatten eine rhythmische Showeinlage hingelegt, bei der nur ihre Beine zu sehen waren.

In ganzer Pracht zu sehen waren später hingegen die Hinnergassebuwe, für die die Feuerwehr ein Shuttle eingerichtet hatte, damit die Musiker rechtzeitig zurück zur letzten DJK-Sitzung kamen, und das Männerballett „Die Kreizverrenker“. Dabei studierten die Trainerinnen Dagmar Schneider und Diana Oestreicher mit der sechsköpfigen Gruppe (Mathias Gruber, Michael Köpfinger, Daniel Oestreicher, Niclas Lohbeck, Thorsten Schrod und Reimund Nathan) Verrenkungen ohne Verletzungsfolge ein.

Dazu bereicherten Stefan Hebeling und Stefan Schneider als „Annemarie und Mechthild“, Lioba Groh als Camperin und Josef Haus als Kururlauber mit Vorträgen den Kappenabend. An dem zeichnete Andreas Haus nicht nur für einige Schunkelrunden, sondern auch für die Technik verantwortlich. Als Kulissenschieber brachten sich Tobias Griebel und Maik Wystrach ein.

DJK Blau-Weiß Münster feiert Fastnacht: Bilder

Quelle: op-online.de

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