Angebot für Berufstätige oder Alleinerziehende

Ferienangebot könnte besser genutzt werden

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„Und action!“ - bei der Ferienbetreuung üben sich die Kinder als Nachrichtensprecher.

Münster - Die Ferienbetreuung steht täglich unter verschiedenen Mottos – etwa Science Fiction, Krimi oder Western. Beispielsweise drehte sich die Tage einmal alles um Comics und Cartoons. Von Fabian Sell

„Willkommen bei den Nachrichten der Ferienbetreuung 2013... “ – Hubert guckt aus einer knallig-grünen Fernsehattrappe hervor, die zwei Mädchen vor ihm aufgerichtet haben. Andrea Gerhold, Organisatorin der Ferienbetreuung, filmt den Achtjährigen, während er erzählt, was die 28 Kinder der Ferienbetreuung heute erlebt haben. Danach nennt sein Kollege Adrian alle sportlichen Aktivitäten der Kinder – vom Tischtennis, über Billard bis hin zum Dart. „Es sollte eigentlich ein Gewitter geben, doch das kam Gott sei Dank nicht“, berichtet abschließend die „Wetterfee“ Lisa.

„Es wäre für die Eltern schön zu wissen, was ihre Kinder gemacht haben“, begründet Gerhold das neue Konzept, die „Nachrichten der Ferienbetreuung“ aufzunehmen. Jeden Tag sind drei Kinder an der Reihe, um das Wichtigste des Tages zusammenzufassen. Am Ende laden sie ihre Eltern in den altehrwürdigen Kaisersaal, um ihnen die Aufnahmen im Kino zu präsentieren.

Und vorzuführen gibt es einiges: Denn die Ferienbetreuung steht täglich unter verschiedenen Mottos – etwa Science Fiction, Krimi oder Western. Beispielsweise drehte sich die Tage einmal alles um Comics und Cartoons. Aufgrund des wechselhaften Wetters spielen und basteln die jungen Teilnehmer allerdings anders als vorgesehen nicht im Freizeit-, sondern im Jugendzentrum. Dabei unterscheiden sich die Aufgaben, je nachdem, welche Gruppe die Teilnehmer gewählt haben.

„Uff“, „Wumm“, „Kreisch“

Nahe des Eingangs sitzen etwa vier Jungen an einem kleinen Tisch. Alle blättern in lustigen Taschenbüchern. Ihre Aufgabe: Lautmalerei in Comic-Dialogen finden. Zahlreiche Beispiele wie „Ding Dong“, „Uff“, „Wumm“ oder auch „Kreisch“ füllen ihre Schmierblätter. Betreuer Marc Griesmann möchte den Jungen mit dieser Übungen zeigen, wie Lautsprache in Comics verwendet wird.

Im ersten Stock indes basteln zwei Mädchen und ein Junge an ihrem eigenen Daumenkino. „Ein Mann, der den Rasen mäht“ – so nennt die elfjährige Natascha ihren Fingerfilm, das sie in bunten Filzstiftfarben zu Papier bringt. Die Pointe: Am Ende explodiert der Rasenmäher. Ihre Sitznachbarin Lily wiederum hat sich den spanischen Strand als Thema ausgesucht. Der Grund: „Als ich ganz klein war, war ich dort“, erzählt die Zehnjährige. Dieses Erlebnis ist ihr in guter Erinnerung geblieben; daher lässt sie in ihrem Daumenkino nun die Sonne über den spanischen Strand untergehen und den Mond anschließend aufsteigen.

Kinder aus Eppertshausen fehlen

Natascha und Lily sind beide das erste Mal bei der Ferienbetreuung, und bisher gefällt es ihnen gut. Fünf Betreuer kümmern sich in den zwei Wochen um sie und die anderen Kinder – wochentags von 8 bis 16 Uhr. „Die Betreuung ist für Grundschulkinder von Berufstätigen und Alleinerziehenden gedacht“, sagt Carina Fleckenstein, Sozialpädagogin im Fachbereich Soziales, Kinder und Jugendförderung. Insofern richtet sich das Angebot an Eltern, die besonders auf die Betreuung angewiesen sind. Die Ferienspiele indes sind offen für alle Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Als die Spiele im Juli über die Bühne gingen, waren sie ausgebucht.

Bei der Ferienbetreuung ist dieses Jahr jedoch noch Luft nach oben. Denn obgleich die Betreuung für 40 Kinder ausgelegt ist, machen in diesem Jahr nur 28 mit. „Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Eltern trauen“, sagt Fleckenstein, und er betont zugleich: „An der Ferienbetreuung können seit zwei Jahren auch die Kinder aus Eppertshausen teilnehmen.“

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Quelle: op-online.de

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