Ferienspiele Münster

Der Flohzirkus entdeckt die Natur

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Wie eine Kuh lebt und welche Schmetterlinge auf einer Wiese leben, lernen die Kindern bei den Münsterer Ferienspielen. Beim Gruppenspiel „Feuer, Wasser, Blitz“ gewinnt nur, wer schnell reagiert. Wenn es brennt, schützt das Klettergerüst vor dem imaginären Flammen.

Münster - Was gibt es in der Natur alles zu entdecken? Die Teilnehmer der Ferienspiele in Münster werden auf diese Antwort später viele Antworten haben. Denn „Natur pur: Entdecker gehen auf Tour“ lautet das Motto in diesem Jahr. Von Fabian Sell 

So unternehmen die einzelnen Gruppen – geschmückt mit selbstgewählten Namen wie „Strolche“ oder „Flohzirkus“ – mehrere Exkursionen und Ausflüge. Die Kinder erforschen den Bach im Bioversum Kranichstein, lernen auf dem Hofgut Oberfeld wie eine Kuh lebt und Milch gibt und erkunden die Natur im Wildpark „Alte Fasanerie“ bei Hanau/Klein-Auheim. Die Natur als Thema vertieft aufzugreifen, erzählt Organisatorin Carina Fleckenstein, sei naheliegend, da man ohnehin gerne draußen sei. So treffen sich die Kinder bei gutem Wetter im Freizeitzentrum Münster. Dort lassen sich etwa Gruppenspiele wie „Feuer, Wasser, Blitz“, Brennball oder sogar Wasserschlachten gut umsetzen. Bei schlechtem Wetter wiederum spielen die Kinder im Jugendzentrum.

Die Ferienspiele kommen wie in den Vorjahren gut an: 84 Kinder sind in diesem Jahr dabei – aufgeteilt in vier von Betreuern geleitete Gruppen. Dabei sind die Ferienspiele, betont Carina Fleckenstein, nicht nur ein Freizeit-, sondern auch ein Betreuungsangebot. Denn in beiden Wochen werden die Kinder wahlweise von 9 bis 15 Uhr oder von 8 bis 16 Uhr betreut. Letzteres sei insbesondere für berufstätige Eltern geeignet. Und die Kinder wiederum haben Spaß: Inka – in diesem Jahr das erste Mal dabei - gefällt es sehr gut. Die Neunjährige erzählt von spannenden Gruppenspielen und ihrer ersten Schmetterlings-Entdeckungstour auf den Wiesen im Freizeitzentrum.

Auch freut sie sich auf den nächsten Ausflug am Montag. Wo genau es hingeht, weiß sie allerdings noch nicht. Grund: Zu Spaß und Spiel gehört bei den Ferienspielen auch das Unerwartete: „Wir wollen nicht gleich alles sagen, es soll auch mal eine Überraschung sein“, betont Carina Fleckenstein. Auch Capoeira stand bereits auf dem Programm: Betreuer Yannic Wolf hat interessierte Kinder in zwei Einheiten an die brasilianische Kampfkunst herangeführt. Den Nutzen von Capoeira bringt Wolf schnell auf den Punkt: So schule die Sportart Rhythmusgefühl, Koordination und auch Körperspannung. Der 12-jährigen Natascha jedenfalls hat Capoeira „richtig gefallen“. Als Gardetänzerin findet sie vor allem toll, dass damit Tanz und Kampfsport verbunden werden. Und auch ansonsten fühlt sie sich bei den Ferienspielen in Münster wohl: Natascha lobt, dass es gemeinschaftliche Spiele gebe, aber man sich auch mal zurückziehen könne.

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Die Ferienspiele in Münster gehen noch bis Freitag, 15. August. An diesem Tag ist ein Abschlusstag im Freizeitzentrum geplant. Dafür werkeln die Kinder bereits an einem „Parcours für die Sinne“. In diesem sollen auch die Eltern die Möglichkeit haben, ihre eigene Sinneswelt zu erkunden.

Quelle: op-online.de

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