Fernsehabend einmal anders

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Das Jugendorchester unter der Leitung von Piotr Konczewski.Foto: Verena Scholze

Münster - In die Tiefen des Weltalls entführte das Jugendorchester des Musikvereins Münster das Publikum zu den Klängen von „Raiders March“ aus dem bekannten Film „Star Wars“. Von Verena Scholze

Teuflisch ging es weiter mit dem „Journey into Diabolo Caynon“ von David Shaffer, und die weltbekannte Rockballade von Metallica „Nothing else Matters“ überzeugte die Zuschauer vom Können der jungen Musiker im Alter zwischen zehn und 25 Jahren.

Der Musikverein hatte zum alljährlichen Frühlingskonzert in die Kulturhalle eingeladen. Auf dem Programm stand diesmal ein akustischer Fernsehabend. „Wir präsentieren Filmmusik einmal anders und dazu wollen wir dem Publikum Wohnzimmer-Atmosphäre bieten“,so der Vorsitzende Hubert Grießmann.

Nachdem das Jugendorchester die Filmmusiken dargeboten hatte, übernahm das große Orchester die Regie und führte das Publikum in die Serienwelt des Fernsehens. Ausgewählte Stücke versetzten die Zuschauer in das Schwarz-Weiß-Fernsehen, über Revuemusiken unter anderem von Zarah Leander wurden sie anschließend wieder in die Gegenwart zurückgeholt.

Als Höhepunkt präsentierte das Orchester unter Leitung von Piotr Konczewski das Medley „TV-Kultabend“. Und da die heutzutage beliebten Quizsendungen nicht fehlen durften, musste das Publikum Serientitelmelodien erraten. Über „Lindenstraße“, „Schwarzwaldklinik“, „Wetten Dass“ und „Tagesschau“ ging es über „Derrick“ aufs „Traumschiff“. Der Gewinner wurde ausgelost und erhielt einen Preis.

Im Laufe des Abends wurden die Ehrungen für die jahrelangen aktiven und passiven Mitgliedschaften vorgenommen. Für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Carolin Heckwolf, Anja Löbig und Andreas Roßkopf geehrt. 30 Jahre aktiv sind Peter Hinze und Annette Wamboldt. Auf 25 Jahre passive Mitgliedschaft blicken Björn Grimm, Stefan Kalup und Sandra Thormann.

Die Ehrungen über 50 Jahre passive Mitgliedschaft wurden vom Vizepräsidenten des Hessischen Musikverbandes, Albert Gröger, vorgenommen und die Mitglieder Maria Christ, Helmut Löbig und Georg Orians erhielten zusätzlich einen Ehrenteller der Gemeinde.

Ein Hauptaugenmerk legt der Verein auf den Nachwuchs. „Momentan befindet sich das Vororchester im Aufbau“, berichtete Grießmann. „Letzte Woche haben die Kinder die Instrumente ausgesucht und probiert und nach den Ferien beginnt die Ausbildung.“

Einmal wöchentlich treffen sich die jungen Musiker um in der Gruppe zu spielen, zusätzlich zu ihrer Ausbildung in privaten Musikschulen oder Privatunterrichten. „Durch die Gruppendynamik bekommen die Musiker mehr Selbstbewusstsein und die Erfolgsquote ist sehr hoch“, so Grießmann. „Die letzten Jahre überwog das Interesse am Saxophon und wir hoffen, dass wir nun Verstärkung bei den Blechinstrumenten wie Trompete oder Posaune bekommen.“

Quelle: op-online.de

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