Rundgang führt zu Altheimer Brennpunkten

Vom Fiege-Bau ins Rathaus

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Wo geht es lang mit Altheims Rathaus?

Münster - Der Bau der Firma Fiege im sogenannten „Dieburger Dreieck“ beschäftigt die Bürger aus Münster und Altheim. Der Gemeindevorstand hat eine kritische Stellungnahme zum Flächennutzungsplan abgegeben.

Die wurde im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss zur Diskussion gestellt (wir berichteten mehrfach) und erfuhr fraktionsübergreifende Zustimmung.

Die CDU-Fraktion nahm das Baugelände näher in Augenschein. Und die Union stellt sich breit hinter die Bedenken der Bürger: „Wir empfehlen die Teilnahme am diesjährigen Gemarkungsrundgang am 3. Oktober. Dieser führt um 10 Uhr von der Altheimer Sport- und Kulturhalle unter anderem zum Dieburger Dreieck“, bittet die CDU nun um den Besuch der traditionellen Veranstaltung der Gemeinde.

Im Anschluss an den Gemarkungsrundgang kann in der Zeit von 13 bis 15 Uhr das Altheimer Rathaus besichtigt werden. Günter Willmann, langjähriger CDU-Kommunalpolitiker, führt zu dem geschichtsträchtigen Gebäude aus: „Dieser Bau hat eine lange Geschichte. Nach seiner Errichtung im Jahre 1862 fanden im Erdgeschoss der Abstellplatz für den Leichenwagen, Zimmer für die Brücken- und die Viehwaage sowie Abstellräume ihren Platz.

Nutzung als Arztpraxis oder Büro vorstellbar

Offene Türen erwarten am Tag der Deutschen Einheit die Besucher im alten Rathaus Altheims.

Im Obergeschoss hatte der Bürgermeister sein Büro, daneben gab es ein weiteres Büro, Aktenräume und den Sitzungssaal der Gemeindevertretung. Nach dem Zusammenschluss mit Münster war ein Büro für die Sprechstunde des Bürgermeisters reserviert, die öffentliche Bücherei war im Rathaus untergebracht und der Sitzungssaal wurde überwiegend durch Vereine genutzt. Auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus stand früher ein Backhaus. In den Nachbargebäuden gab es eine Schmiede, Gaststätte und einen Einkaufsladen.“

Die CDU-Münster kann sich zukünftig eine Nutzung des Hauses als Arztpraxis oder als Büro für freie Berufe vorstellen. Weitere Ideen sind eine gastronomische Nutzung, Geschäfte der Nahversorgung oder aber als Räume für Veranstaltung und für die Vereine.

Die Fraktion regt die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs an. Im Dorfentwicklungsplan aus dem Jahr 1993 wird die Kreuzung Hauptstraße/Kirchstraße als gestalterischer Mittelpunkt des Historischen Ortskerns, politisches Zentrums betrachtet. Weiterhin ist die zukünftige Straßenführung (B 26) mit zu berücksichtigen.

Zur Finanzierung sind mögliche Fördermöglichkeiten anzufragen. Ebenso kann sich die Union eine Übertragung im Rahmen eines Erbpachtvertrages vorstellen. Dies alles solle vor dem Vorschlag eines Verkaufes des für Altheim wertvollen Anwesens geprüft werden.

(tm)

Quelle: op-online.de

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