„Bestes Fischerfest seit Jahren“

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Zielen, Werfen, Treffen: Bei der Vereinsolympiade des Angelsportvereins versuchten sich die Teilnehmer auch beim Dartspielen.

Münster - 100 Euro sind ein nettes Sümmchen, mit dem sich durchaus etwas bewegen lässt. Soviel Geld wartete auf den Erstplatzierten bei der Vereinsolympiade des Angelsportvereins, der mit dieser – zumindest in Ansätzen sportlichen Gaudi – sein dreitägiges Fischerfest eröffnete.  Von Michael Just

Was galt es für die 100 Euro zu tun? Zu den Disziplinen gehörte, einen Nagel mit einem Hammer und möglichst wenig Schlägen in einen Holzklotz zu versenken, beim Dart einen treffsicheren Umgang mit den Pfeilen zu beweisen und beim Würfeln ein bisschen das Glück auf sich zu vereinen. Hört sich nicht so schwer an, was sich in der Praxis dann aber doch als Herausforderung erwies. Vor allem das Nageln ließ viele verzweifeln, da mit dem keilförmig zulaufenden Teil des Kopfes geschlagen werden musste. 15 Versuche waren möglich, den Nagel komplett im Holz verschwinden zu lassen. Für jeden Fehlversuch wurde ein Kreuzchen in einer Liste gemacht.

Seit rund zehn Jahren eröffnet der ASV sein Fischerfest mit einer Vereinsolympiade, bei der die gute Laune im Vordergrund steht. Teilnehmen können neben den lokalen Vereinen auch Stammtische, Arbeitskollegen oder Freundeskreise. In diesem Jahr zählte man 24 Teams – Tendenz steigend. „Wir wollen mit der Olympiade die Zugkraft des Fests fördern. Dazu gilt es, etwas für die Geselligkeit der Stammtische zu tun“, sagt ASV-Vorsitzender Klaus Däschler. Mittlerweile hat sich die Gaudi über die Grenzen von Münster herumgesprochen. So waren erneut diverse Teams aus Ober-Roden dabei. Zwei trugen den heiteren Namen „Prototypen Gottes“, andere nannten sich „Zwei Engel für Martin“ oder „JPJ“, was sich durch die Anfangsbuchstaben der Vornamen ergab.

„Das mit den Prototypen war mal ein Spruch für die Kerb“, berichtet Daniel (31), der keinen Hehl daraus macht, dass damit Verwunderung und Aufmerksamkeit erzeugt werden soll. „Ich fände Lillifee besser“, sagt Carolin (28) lachend, die ebenfalls aus Ober-Roden kommt. Wie Daniel ankündigt, würde man bei einem Sieg die 100 Euro bestimmt noch umsetzen. Der Wunsch, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, erfüllte sich: Die zwei Teams der „Prototypen“ gewannen vor einem Team der Angler.

Der Olympiade folgten noch zwei weitere Tage Fischerfest, die sich als ziemlich sonnig erwiesen. Auf die Besucher warteten leckere Fischgerichte im großen Biergarten des Vereins, dazu gesellige Stunden im Kreis von Freunden und Bekannten. Das Fazit des zweiten Vorsitzenden Jan Haus hätte nicht besser ausfallen können: „Es war das beste Fischerfest seit Jahren. Wir sind rundherum zufrieden.“ Die gebackenen Forellen waren schnell ausverkauft. Nur von der geräucherten Version waren noch ein paar wenige Exemplare zu haben. Zweimal musste der ASV wegen des guten Besuchs Getränke nachbestellen. „Wir haben einen guten Getränke-Händler. So war das kein Problem und die Sache ging recht schnell“, ergänzte Haus.

Das Fischerfest trat diesmal den Beweis an, dass die Atmosphäre und die schöne Lage des ASV-Heims am Ortsrand von der Bevölkerung sehr geschätzt wird. Wie viele andere Kollegen war Jan Haus drei Tage lang fast durchgehend im Einsatz. „Nach Hause ging’s schon, aber immer nur kurz“, antwortet er auf die nicht ganz ernst gemeinte Frage, ob er auf dem Vereinsgelände geschlafen habe. Ein paar Besucher hätten nichts dagegen gehabt, wenn das Fischerfest noch den einen oder anderen Tag mehr die Möglichkeit zum Feiern und Weiteressen geboten hätte. Für die ASV-Helfer war das Fest allerdings mit einer Vielzahl von Schichten und Arbeitseinsätzen verbunden. „Irgendwann ist dann auch mal genug“, sagt Haus. Bis ins nächste Jahr.

Quelle: op-online.de

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