Mit Fliegern und Flyern

+
Eppertshausens FDP-Chef Heinz Pesl ist seit sechs Jahren bei den Liberalen.

Münster/Eppertshausen - Die Bundestagswahl naht – viele Bürger stellen sich die Frage, was die „Große Politik“ mit ihren persönlichen Anliegen zu tun hat. Über dieses Thema hat sich unsere Mitarbeitern Jasmin Frank mit Heinz Pesl, einen der Vorsitzenden der in den Münsterer und Eppertshäuser Parlamenten vertretenen Parteien.

op-online.de veröffentlicht diese Gespräche zur Bundestagswahl 2009 in loser Folge.

Sie sind gegliedert in eine kurze Vorstellung von Vorsitzendem und Partei, Ziele in ihrer Heimatgemeinde, Aufgaben der Mitglieder vor Ort vor der Wahl, eine Einschätzung der Auswirkungen des Ergebnisses und eine Begründung, warum die Bürger wählen gehen sollten.

Zweiter Teil: Eppertshausens FDP-Chef Heinz Pesl.

Zur Partei: „Die FDP wurde in Eppertshausen erst in den 1970er Jahren durch Dr. Werner Gemsjäger gegründet. Ich selbst kam vor etwa sechs Jahren dazu. Bevor ich vor ungefähr 20 Jahren hierher gezogen bin, habe ich lange Zeit in Südafrika gelebt und mich dort sehr engagiert. Nachdem ich beruflich kürzer treten musste, wollte ich auch im Ort etwas tun und habe die verschiedenen Parteien angeschrieben, weil ich sie gerne mal genauer kennen lernen wollte.  Die FDP hat damals als einzige sofort geantwortet und mich mitgenommen. Ich habe mich gleich wohlgefühlt und mich auch mit den politischen Zielen identifizieren können. Vor etwa vier Jahren wurde ich dann Vorstand, da ich einfach etwas mehr Zeit habe, als die Kollegen. Momentan haben wir zwar nur sieben Mitglieder, da die FDP aber kreisweit wächst, würden wir uns freuen, wenn auch hier im Ort noch mehr Leute mitmachen wollen.“

Interview

Welche Ziele und Projekte verfolgt die Partei aktuell in ihrer Heimatgemeinde?

„Bei uns steht derzeit der Ausbau der Mehrzweckhalle im Fokus. Zu Beginn der Debatte erschien uns noch eine Sanierung besser, mittlerweile ist aber klar geworden, dass ein Neubau die bessere Lösung ist. Zudem bin ich im Präventionsrat, der versucht, verschiedene Gefahren zu reduzieren. Deshalb setzen wir uns zum Beispiel für eine Entschärfung der Nieder-Röder-Straße ein, die oft als Rennstrecke genutzt wird. Ein weiteres Thema sind für uns Senioren, so sind das Taxi für Ältere und Veranstaltungen für sie in unseren Augen sehr wichtig.“

Welche Aufgaben haben die Mitglieder vor Ort im Vorfeld der Bundestagswahl?

„Wir werden auf jeden Fall wieder einen Info-Stand bei den Rewe-Märkten anbieten, für den wir von der Bundespartei auch Argumentationshilfen zur Verfügung gestellt bekommen haben, denn wir können uns ja nicht in allen Themen perfekt auskennen. Außerdem kleben wir Plakate, verteilen Flyer und haben schon vorab zu bestimmten Themen Informationsveranstaltungen organisiert, sei es zum Flugplatz Egelsbach oder zur Gesundheitsreform.“

Hat das Wahlergebnis Auswirkungen auf Eppertshausen?

„Ein großes Wahlkampfthema meiner Partei ist ja, dass sich Arbeit wieder lohnen soll. Das soll mittels Senkung der Lohnnebenkosten erreicht werden und das würden natürlich auch die Bürger in Eppertshausen spüren. Außerdem steht Bildungspolitik ganz oben im Programm der FDP, beispielsweise sind wir gegen Studiengebühren, damit jeder studieren kann, egal wie viel Geld zu Hause zur Verfügung steht. Auch das ist ein Thema, das Eltern hier vor Ort nachvollziehen können.“

Warum sollten Bürger überhaupt wählen gehen?

„Wählen ist ein Recht, für das viele Menschen in anderen Ländern sterben. Deshalb sollte jeder davon Gebrauch machen. Ich denke auch, dass es besser ist, ungültig zu wählen als gar nicht, denn wenn man keine Stimme abgibt, unterstützt man ja letztlich die Partei, die man nicht wählen wollte.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare