Naturwissenschaftliches Pilotprojekt an der Münsterer Gesamtschule

Forscherträume werden wahr

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Der neue NaWi-Fachtrakt ist das Schmuckstück der Aueschule. Die Physik-, Chemie- und Biologieräume bieten neben interaktiven Tafeln auch mobile Apparaturen an jedem Sitzplatz.

Münster -  Nachdem die Schule auf der Aue einen neuen naturwissenschaftlichen Trakt bekommen hat, zieht jetzt das Angebot nach: Naturwissenschaftliche Projekte sollen ab dem Sommerstundenplan Einzug halten.

Will ich im weithin bekannten großen Schulorchester Musik machen oder doch lieber meine naturwissenschaftliche Seite beim Experimentieren ausleben? Beim Übergang von der vierten in die fünfte Klasse haben die kleinen Gymnasiasten künftig an der Schule auf der Aue eine größere Auswahl. Wie gehabt können die Fünft- und Sechstklässler eine Wochenstunde zusätzlich das Fach Musik belegen und im Orchester proben und musizieren. Zusätzlich zum „Schwerpunkt Musik“ will die Aueschule jedoch zum neuen Schuljahr 2018/19 seinen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt ausbauen, zunächst in Form eines Pilotprojekts. Dies erklärte Direktorin Sabine Behling nun den neugierigen Eltern von Viertklässlern, die ihre Kinder bislang auf die Grundschulen in Altheim, Eppertshausen und Münster schicken. Im kommenden Sommer steht dann der Wechsel an die weiterführende Schule an. Und dass die Aueschule sehr gute Angebote für die Fortsetzung der Schulzeit im Programm hat, davon konnten sich die Eltern an zwei Info-Abenden in der Mensa sowohl in Form von Vorträgen als auch Rundgängen überzeugen.

„Mit dem neuen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt reagieren wir auf Anregungen vieler Eltern und unserer Lehrer“, erklärt Leiterin Behling. Lehrerin Heike Gondolf, die außer an der Aueschule auch an der Oberstufe der Dieburger Alfred-Delp-Schule die Fächer Biologie und Chemie unterrichtet, hat sich gemeinsam mit Schulleitung und Kollegen Gedanken über die inhaltliche Ausfüllung des neuen Aue-Schwerpunkts gemacht. So soll das Pilotprojekt bereits in den Klassen 5 und 6 des gymnasialen Zweiges starten: „In einer zusätzlichen Wochenstunde wollen wir im Fach Biologie Themen behandeln, für die im Regelunterricht zu wenig Zeit bleibt“, so Gondolf.

Mögliche Themen werden hier „Die Überwinterung von Tieren und Pflanzen“, „Bienen und Insekten“ oder „Spezielle Anpassungen von Tieren und Pflanzen an ihren Lebensraum“ sein. Zudem wollen die Nachwuchs-Naturwissenschaftler fleißig experimentieren. „Die Schüler wählen sich in diesen Schwerpunkt für zwei Schuljahre verbindlich ein“, erklärt die Pädagogin. Bei der Gestaltung des Zusatzangebotes wolle man jedoch darauf achten, dass Kinder ohne naturwissenschaftlichen Schwerpunkt keine Nachteile haben.

In der 7. und 8. gymnasialen Klassenstufe der Aueschule soll dann eine zweistündige naturwissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft den Schwerpunkt Physik und Chemie abdecken, die während der kompletten zwei Schuljahre auch besucht werden muss. Diese AG sei jedoch nicht zu verwechseln mit der beliebten „NaWi-AG“, die die Aueschule seit vielen Jahren in ihrem breit aufgestellten, kostenlosen Nachmittagsangebot hat: Sie wird unabhängig vom Zusatzangebot schulform- und jahrgangsübergreifend fortgeführt. In der 9. und 10. gymnasialen Klassenstufe wird für den Wahlpflichtunterricht ein zweistündiger naturwissenschaftlicher Schwerpunkt angeboten, der die Fächer Biologie, Physik und Chemie beinhaltet. In diese Kurse wählen sich die Schüler für zwei Jahre verbindlich ein.

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Dass die Aueschule die besten Voraussetzungen für den naturwissenschaftlichen Unterricht bietet, davon konnten sich an Info-Abenden jeweils bis zu 80 Eltern ein Bild machen. Der neue NaWi-Fachtrakt hinter dem Hauptgebäude ist das Schmuckstück der kooperativen Gesamtschule. Die Physik-, Chemie- und Biologieräume bieten neben interaktiven Tafeln auch mobile Apparaturen an jedem Sitzplatz, die das Experimentieren ermöglichen. Im hellen, freundlichen Labor bleiben keine Forscherträume unerfüllt.

Der NaWi-Bau gibt schon jetzt einen Eindruck, wie die Aueschule in einigen Jahren aussehen wird: Hinter einer modernen, optisch ansprechenden Fassade verbergen sich dann Unterrichtsräume, in denen man gerne und erfolgreich lernen kann. Einen Eindruck können sich Interessierte beim Tag der Offenen Tür nebst seinem Nikolausmarkt machen, der am morgigen Samstag, 9. Dezember, zwischen 11 und 16 Uhr stattfindet. Dann informieren Schulleitung und beteiligte Lehrer auch gerne über das Pilotprojekt. (tm)

Quelle: op-online.de

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