Bürgermeister begrüßen Überlegungen zur geplanten Verlängerung der S2

Frankfurt rückt näher an Münster, Eppertshausen und Dieburg

Schon lange setzen sich insbesondere die entlang der Dreieichbahn-Strecke gelegenen Kommunen Dieburg, Eppertshausen und Münster gemeinsam für eine bessere direkte Anbindung des öffentlichen Schienenverkehrs an die Rhein-Main-Metropole Frankfurt ein. Dieses Ziel ist nun ein großes Stück näher gerückt: In einer umfassenden Vorstudie haben der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), der Kreis Offenbach und der Landkreis Darmstadt-Dieburg in mehreren Varianten untersucht, wie die beiden Landkreise per Schiene besser miteinander verknüpft werden können (wir berichteten): Favorisiert wird eine Verlängerung der S2 bis Dieburg oder in einer zweiten Variante bis Darmstadt.

Münster/Eppertshausen/Dieburg - Die Bürgermeister Frank Haus, Dieburg, Carsten Helfmann, Eppertshausen, und Joachim Schledt, Münster, äußern sich „vorsichtig optimistisch“ zu den nun bekannt gewordenen Plänen: „Es ist erfreulich, dass offenbar unser langes gemeinsames Drängen auf eine bessere Anbindung des Ostkreises an die Metropole Frankfurt inzwischen ernst genommen wird“, so die Bürgermeister. Sie wollen weiter darauf hinwirken, dass ihre Forderungen, die sie in einem gemeinsam unterzeichneten Positionspapier vom 15. November 2018 an Staatsminister Tarik Al-Wazir gerichtet hatten, erfüllt werden: die Andienung der Kommunen im Halbstundentakt, der zweigleisige Ausbau, wo erforderlich, und die durchgehende Elektrifizierung der Strecke bis nach Dieburg, perspektivisch sogar bis nach Darmstadt. Die S2 sei dabei die von ihnen favorisierte Variante, weil sie die Fahrzeiten in das Zentrum von Frankfurt deutlich verkürze und eine attraktive Alternative zur Nutzung des Pkw sei.

Auch Landrat Klaus Peter Schellhaas betont: „Mit dem Start der Planung für eine Anbindung des Dieburger Landes an das S-Bahn-Netz Rhein-Main wird aus einer Vision Realität und das ist für den Landkreis Darmstadt-Dieburg ein großer Erfolg.“

Zum Abschluss der Vorstudie verständigten sich die Partner mit dem Land Hessen in der „Dietzenbach-Dieburger Erklärung“ darüber, im nächsten Schritt eine Planungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn zu treffen. Diese beinhaltet eine Vorplanung sowie die Nutzen-Kosten-Untersuchung der beiden Varianten. Im Rahmen dieser Planungen können dann tiefergehende Untersuchungen zum genauen Streckenverlauf, zur Bautechnik und den Umweltwirkungen durchgeführt sowie die Förderwürdigkeit überprüft werden. Erweisen sich die Vorschläge als förderfähig, wäre eine Realisierung der Verlängerung bis Anfang der 2030er-Jahre denkbar.

Das beste Verhältnis von Investitionsmitteln zu den zu erwartenden Vorteilen ergibt laut Studie die Verlängerung der S2 von ihrem Endpunkt in Dietzenbach über die Dreieichbahn nach Dieburg. Rund 4 500 zusätzliche werktägliche Fahrgäste könnten so hinzukommen. Das Konzept beinhaltet eine rund 3,1 Kilometer lange Neubaustrecke, um die Lücke im Schienennetz zwischen Dietzenbach und Urberach zu schließen. Ab Urberach könnte die S2 dann die vorhandenen Gleise der Dreieichbahn nutzen.  (Thomas Meier)

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