Besuch aus Lastra a Signa

Aus Freundschaft verschwistern

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In Münster herrscht Freude über Besuch aus Lastra a Signa: Die Unterzeichnung der Urkunden soll noch in diesem Jahr erfolgen, dann aber mit zwei neuen Bürgermeistern. Auf die Freundschaft: Münsters Bürgermeister Walter Blank (rechts) im Gespräch mit seinem Amtskollegen aus dem italienischen Lastra a Signa, Carlo Nanetti, beim Empfang im Rathaus.

Münster - Aus zarten Banden soll eine dauerhafte Beziehung werden. Der aktuelle Besuch einer kleinen Delegation aus dem toskanischen Lastra a Signa in Münster bot jetzt Gelegenheit, diese Absicht zu bekräftigen.

„Es gibt die Globalisierung, aber was ist mit den Menschen?“, formulierte Münsters Bürgermeister Walter Blank bei einem kleinen Empfang für die italienischen Freude im Saal des Rathauses. Und sein Amtskollege Carlo Nanetti kam auf die Überwindung von Trennendem zu sprechen.

Es sind zwar immer ähnliche Worte, die zu solchen Anlässen gesprochen werden, aber an diesem Abend war spürbar, dass es beide Seiten nicht nur ernst meinen mit dem Willen zu einer längerfristigen Bindung, sondern ihr auch freudig entgegenfiebern. Geknüpft worden sind die ersten Bande 2010 im Rahmen einer Tourismus-Ausstellung in Darmstadt, bei der auch die mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg Partnerschaft pflegende Provinz Toskana vertreten war. Seitdem hat es schon etliche Besuche und Gegenbesuche gegeben. Die Dokumente sind zwar noch nicht unterschrieben, aber längst hat sich in Münster auch ein Verschwisterungsverein gegründet, dessen Vertreter jetzt die kleine italienische Delegation mit ähnlichem Enthusiasmus empfangen haben wie die Vertreter aus Kommunalpolitik aus Rathaus.

Einiges wirkte ein wenig improvisiert – was Nanetti auf die Wassermassen zurückführte, mit denen die Italiener in den vergangenen Wochen zu kämpfen hatten – kam aber gerade deshalb authentisch und herzlich rüber. Die Besucher hatten an diesem Tag bereits einen Ortsrundgang hinter sich, eine Mittagspause mit „typisch deutschem“ Erbseneintopf und Würstchen in der Gastronomie des Freizeitzentrums, auch eine Führung durchs Heimatmuseum.

Dank der Dolmetscherinnen Giosepina Maldera und Gerlinde Herd-Huber klappte es bestens mit der Völkerverständigung zu der auch der Austausch von Geschenken gehörte. Blank ist guten Mutes, dass noch in diesem Jahr auf beiden Seiten die offiziellen Verschwisterungs-Urkunden unterschrieben werden – allerdings wohl auf beiden Seiten von Amtsnachfolgern, denn in Lastra a Signa ist zum Datum der Euro-Wahl am 25. Mai wie in Münster auch Bürgermeister-Wahl.

sr

Quelle: op-online.de

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