Frischer Wind in den Kitas

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Gleich zwei neue Kindergartenleiterinnen sind in Münster ans Werk gegangen: Marion Kinzl (links) für das „Haus der Kinder“ und Petra Becker für die Einrichtung „Im Rüssel“.

Münster ‐ Zwei neue Gesichter werden Eltern, die Sprösslinge in Münsters kommunalen Kindergärten haben, demnächst öfter sehen: Petra Becker und Marion Kinzl. Von Jasmin Frank

Die beiden Frauen sind die neuen Leiterinnen in den Einrichtungen der Gemeinde, die Eppertshäuserin Becker startete „Im Rüssel“ durch, ihre Kollegin aus dem Rodgau im „Haus der Kinder“. Beide wollen in Zukunft einige Projekte gemeinsam durchführen und sich miteinander abstimmen, doch soll jeder Kindergarten einen eigenen Schwerpunkt haben.

„Für mich sind vor allen Dingen Bewegung und naturnahes Erleben wichtig, deshalb hat mich auch die neue Außengestaltung unseres Hauses sehr angesprochen“, erzählt Kinzl, die schon zuvor als Kindergartenleitung aktiv war und selbst zwei erwachsene Kinder hat. Auch Becker ist eine erfahrene Erzieherin vom Fach, sie war fast zehn Jahre lang stellvertretende Leiterin einer großen Kindertagesstätte in Frankfurt. „In diesem Bezirk gab es eine verdichtete Problemlage und hier kann ich doch viel mehr umsetzen, vor allen Dingen im musischen Bereich“, erklärt die Mutter eines sechsjährigen Sohnes. Sie setzt ihre Schwerpunkte im Bereich Musik und Naturwissenschaften. „Der Kindergarten im Rüssel möchte das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ erhalten, deshalb nehmen an dieser bundesweiten Initiative zwei Erzieherinnen teil, die regelmäßig fortgebildet werden. Insbesondere in unseren neuen Multifunktionsräumen können wir dann viele Experimente machen“, freut sich die kreative Frau.

Jeder der beiden Kindergärten ist für 100 Kinder ausgelegt, wird aber aufgrund von Integrationskindern und einer Gruppe für Jungen und Mädchen unter drei Jahren derzeit nur von jeweils 80 Kindern besucht. „Gerade die Plätze für jüngere Kinder sind sehr gefragt. Teilweise informieren sich Frauen schon während der Schwangerschaft nach Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder, weil sie wissen, dass sie nach der Entbindung rasch wieder arbeiten gehen müssen“, erzählt Becker.

Auch die Gemeindeverwaltung hat dieses Problem erkannt und beginnt mit dem Neubau einer Kinderkrippe, in dem vier Gruppen für Kinder zwischen ein und drei Jahren angeboten werden sollen. „Wir bieten damit mehr solcher Plätze an, als per Gesetz gefordert ist, denn wir haben bemerkt, wie hoch der Bedarf ist. Es kommt immer wieder vor, dass junge Menschen, die überlegen, ob sie nach Münster ziehen wollen, bei uns in der Verwaltung anrufen und nachfragen, welche Einrichtungen wir für ihre Kinder bereitstellen können“, berichten Nicole Uhrich und Michael Krauß von der Gemeineverwaltung. Auch Norbert Schewe vom Gemeindevorstand weiß, dass die Zeiten sich verändert haben und erinnert sich: „Als ich als kleiner Junge in Altheim aufgewachsen bin, ist kaum ein Kind in einen Kindergarten gegangen. Heute ist genau das Gegenteil der Fall.“

Gut finden die beiden engagierten Frauen, dass sie kurze Wege zur Verwaltung haben und der Kontakt reibungslos funktioniert. „Auch wenn wir erst im Januar richtig angefangen haben zu arbeiten, konnten wir uns schon im Dezember einen Einblick verschaffen. Wenn wir Fragen haben, können wir jederzeit im Rathaus anrufen und bekommen dort jede erdenkliche Hilfestellung“, konstatieren die beiden zufrieden.

Und auch die Schützlinge sind des Lobes voll, darunter der kleine Eliah, der meint: „Jetzt wo die Frau Becker da ist, habe ich ein ganz neues Gefühl. Und wenn sie mit uns isst, schmeckt es mir viel besser.“

Quelle: op-online.de

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