Breitbandausbau in Münster im Jahr 2016 abgeschlossen

Früh den richtigen Weg gewählt

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Münster treibt den Ausbau des Breitband-Internets mit einer eigenen Lösung voran. Der Ortsteil Breitefeld soll bis Ende 2016 ans Hochgeschwindigkeits-Internet angeschlossen werden.

Münster - Vor wenigen Tagen ist in Groß-Umstadt der Startschuss für den Ausbau des schnellen Internets in der Region gefallen. Dazu haben 19 Kommunen aus dem Kreis einen Zweckverband mit dem Namen NGA-Netz Darmstadt-Dieburg gebildet. Münster gehört indes nicht dazu. Von Sebastian Schwarz 

Denn in der Gersprenzgemeinde ist man schon einen Schritt weiter, was den Ausbau der schnellen Datenleitungen angeht. Die Entscheidung gegen den Zweckverband war die richtige, davon ist auch die Münsterer CDU überzeugt. „Die Mitglieder unserer Fraktion hatten sich früh für eine gute Breitbandversorgung in Münster ausgesprochen und fühlen sich in ihrer Vorgehensweise bestätigt“, erklärt die Vorsitzende der Münsterer CDU-Fraktion, Erna Roßkopf, in einer Pressemitteilung. Hätte man sich im Dezember 2012 für den Verbandsbeitritt entschieden, so müsste man nach dem veröffentlichten Zeitplan immer noch bis Ende 2015 oder Anfang 2016 auf das schnelle Internet warten, so die Christdemokratin. Doch in Münster entschied man sich dafür, den Ausbau auf eigene Faust voranzutreiben. „Im Jahre 2009 wurde seitens des Landkreises Darmstadt-Dieburg erstmals die Breitbandversorgung als Infrastrukturmaßnahme im Landkreis angesprochen.

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Optimale Lösung gefunden

Danach gab es auf diesem Gebiet mehrere Jahre keine erkennbaren Fortschritte, sodass die Gemeinde Münster selbst nach Lösungen suchte“, begründet Erna Roßkopf die Entscheidung. Erst im Jahr 2012 sei die Gründung des Zweckverbandes dann vorbereitet worden. Bereits zwei Jahre zuvor erfolgte die erste Baumaßnahme in Münster. Der Stadtteil Altheim wurde flächendeckend mit breitbandigem Internet versorgt. Rund zwei Jahre später folgte der östliche Teil Münsters. Bis Ende 2016 sollen nun noch der westliche Teil der Gemeinde sowie der Ortsteil Breitefeld versorgt werden (wir berichteten). Und auch was das Thema Kosten angeht, scheint man in Münster das richtige Näschen gehabt zu haben. „Die Gemeinde Münster hätte damals bei einer Mitgliedschaft im Zweckverband zirka 2,1 Millionen Euro an Zahlungsverpflichtungen, wäre also ins Risiko gegangen“, weiß die CDU-Fraktionsvorsitzende.

Zudem würden auf die Mitglieder des Zweckverbandes weitere 3,7 Millionen Euro an Kosten zukommen, da dieser mittlerweile von der Idee abgerückt sei, ein eigenes Netz zu bauen. Der Ausbau sei an die Telekom vergeben worden. Daher habe man sich, auch mit Blick auf die Erfahrungen in Altheim, in der Gemeindevertretung für einen eigenen Weg entschieden. In Münster hingegen habe man bisher lediglich rund 300.000 Euro ausgegeben. Die Maßnahmen in Altheim schlugen mit 93.000 Euro zu Buche, für die Ertüchtigung im östlichen Teil von Münster wurden 183.000 Euro investiert. Die anstehenden Arbeiten in Münster-West und Breitefeld, die von der Deutschen Telekom durchgeführt werden, sind für die Kommune kostenneutral.  Nach Abschluss aller Arbeiten wird in der Gemeinde flächendeckend eine Datenrate von mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Quelle: op-online.de

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