Freie Sportvereinigung trennt sich von einem Teil seines Geländes

FSV verkauft einen Fußballplatz

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Der nördlich gelegene Sportplatz (Foto) sowie das FSV-Heim mit Gaststätte und Sporthalle (Hintergrund) würden den „Freien“ auch nach dem Verkauf des südlichen Teils ihres Grundstücks bleiben. Vom neuen gewerblichen Nachbarn würde steuerlich die Stadt Dieburg profitieren, da das Areal auf Dieburger Gemarkung liegt.

Münster - Die Freie Sportvereinigung (FSV) Münster verkauft einen Teil ihres Sportgeländes. Das beschlossen die „Freien“ am Freitagabend mehrheitlich auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung in der Vereins-Gaststätte. Vom Erlös will man insbesondere seine Sporthalle ertüchtigen. Von Jens Dörr 

Die Idee, sich vom im südlichen Teil des vereinseigenen Geländes liegenden Naturrasen-Feld zu trennen, hatte Peter Samoschkoff, Vorsitzender der FSV Münster, bereits vor einigen Wochen den Mitgliedern vorgestellt. Seinerzeit auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Einerseits gab es schon zu dieser Zeit zumindest loses Interesse potenzieller Käufer für das rund einen Hektar große Stück, das künftig zwischen restlichem FSV-Gelände (mit dem nördlichen der beiden Rasenplätze am Vereinsheim) und der B45 liegen würde. Andererseits ist der Bedarf an Fußball-Spielfeldern bei der FSV in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Derzeit gibt es nur noch die erste Mannschaft in der D-Liga, ein Mädchenteam sowie die Alten Herren. Nach Auffassung des Vorstands würde diesen drei Teams – von einem deutlichen Aufschwung in den nächsten Jahren auszugehen, scheint unrealistisch – auch nur ein Rasenplatz ausreichen.

Vor allem aber würde der Grundstücks-Verkauf zehntausende Euro in die Vereinskasse spülen. Geld, das die FSV immer dringlicher in ihre Sporthalle stecken müsse, so Samoschkoff. Vor allem der Boden und ein Teil des Dachs müssten möglichst bald saniert werden. Hier sei mit hohen fünfstelligen Kosten zu rechnen. Rund 40 000 Euro investierte die FSV in diesem Jahr bereits – nämlich in die Trinkwasser-Anlage. „Die ist jetzt fertig, und wir haben damit die Gefahr der Legionellenbildung deutlich verringert“, sagt Samoschkoff: „Wir sind jetzt technisch auf dem neusten Stand.“

Vom Stadion zur Arena: So hießen Fußballtempel früher

Zusammen mit seinem Vorstandsteam – am Freitag gab es auch Nachwahlen, Axel Wandinger und Gino Schmidt fungieren nun als stellvertretende Vorsitzende der FSV – kann Samoschkoff nun die Verhandlungen mit den Investoren konkretisieren. „Rund 80 Prozent“ der am Freitag 46 anwesenden Mitglieder hätten pro Verkauf votiert, so Samoschkoff. Wer das Rennen machen wird, kann und will er noch nicht im Detail verraten. Es werde aber auf eine Ansiedlung aus dem Bereich „gewerblicher Handel“ hinauslaufen.

Nach dem Verkauf werde neben dem verbleibenden Fußball-Feld noch ein „circa zehn Meter breiter Streifen“ zum neuen Nachbarn bleiben. Der wird allerdings nicht in Münster grund- und gewerbesteuerpflichtig: Das FSV-Areal liegt auf Dieburger Gemarkung. Mit Dieburgs Bürgermeister Frank Haus befinde er sich im Austausch, so Samoschkoff. Die FSV-Mitglieder sollen bei der wichtigen Entwicklung rund um ihren Verein und ihr Gelände bald noch einmal eingebunden werden, kündigt der Vorsitzende an: „Die Mitglieder dürfen nochmals abstimmen, sobald der Kaufvertrag da ist.“

Quelle: op-online.de

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