Fürs Austoben gesorgt

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Klettern, rutschen und schaukeln: Davon können die Steppkes aus dem Haus der Kinder nie genug bekommen.

Münster (tm) - Eltern, Erzieherinnen und die Gemeindeverwaltung ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, den Umzug der 85 Kinder in die Pavillonanlage an der Kulturhalle möglichst reibungslos zu gestalten.

Zwar können in dieser Woche nicht alle Jungen und Mädchen die Einrichtung besuchen, weil der Umzug in seine heiße Phase getreten ist und Kartons und Kisten ebenso wie Tische und Stühle für die Dauer von etwa einem Jahr in ihre neue Bleibe transportiert werden müssen.

Doch für die Kinder, deren Eltern zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, wurde gesorgt. „Wir sind sehr froh, mit unserem Freizeitgelände und dem Jugendzentrum über Räumlichkeiten zu verfügen, die gut geeignet sind für einen Notdienst wie diesen“, informierte Bürgermeister Walter Blank.

Wetter spielt derzeit mit

Das Wetter spielt derzeit auf alle Fälle mit: Bei strahlendem Sonnenschein toben 25 Kinder auf dem Freizeitgelände herum und tanken gemeinsam mit drei Erzieherinnen und einem Anerkennungspraktikanten viel frische Luft. „Ich fahre am liebsten Karussell, das macht ganz viel Spaß“, freut sich der sechsjährige Robin, bei dessen Freundin Karolina doch ein bisschen Wehmut aufkommt. „Ich vermisse mein Lieblingsbuch aus meinem Gruppenraum“, klagt die Vierjährige. Doch als alle losstürmen und sich austoben, ist auch sie dabei und sogar die Mütter zu Hause haben Grund zur Freude, denn die fünfjährige Cessidy geht mit gutem Beispiel voran und erzählt: „Ich habe für meine Mutter schon einen großen Blumenstrauß gepflückt.“

en Erzieherinnen gefällt diese besondere Woche durchaus, wie Birgit Müller erzählt: „Anfangs gab es natürlich viel zu organisieren und vorzubereiten, aber hier draußen zu sein, ist doch einfach mal etwas ganz anderes als sonst. Vor allen Dingen ist der Lärmpegel deutlich geringer.“

Großes Engagement vieler Mütter

Von sieben bis 17 Uhr werden die Kinder der Gruppe beaufsichtigt, so dass auch berufstätige Eltern gut versorgt sind. Einig ist sich das Team der Gemeinde vor allen Dingen über eines: Das bewundernswerte ehrenamtliche Engagement einiger Mütter kann nicht genug gelobt werden. Allen voran Melanie Ellermann, die gemeinsam mit Carina Kurzmann bei sich zu Hause eine weitere Notgruppe von zehn Kindern betreut. „Wir sind ganz begeistert von dem, was diese Mütter leisten und haben darüber hinaus immer ein offenes Ohr für die Belange der Erzieherinnen während des Umzugs und natürlich auch in der Phase des Aufenthalts in der Pavillonanlage“, erläutert Olaf Salg, stellvertretender Abteilungsleiter Soziales, Kinder- und Jugendförderung.

Nach diesem Frischluftabenteuer folgt dann in der kommenden Woche das nächste Erlebnis für die kleinen Münsterer: Nach erfolgreichem Umzug des gesamten Hausstandes der Kita dürfen die Kinder ihr neues Domizil erobern.

Quelle: op-online.de

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