Fußball-Profis trainieren die Kids

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Gruppenbild mit Jungfußballern und Camp-Organisator Holger Claus (rechts mit blondem Mädchen auf dem Arm).

Altheim (jd) ‐ Holger Claus denkt stets daran, auf wessen Boden er wandelt – zumindest in dieser Woche. „Ein riesiges Lob muss ich dem TSV Altheim aussprechen, auf dessen Sportgelände wir uns austoben dürfen und der alles perfekt bereitgestellt hat“, sagt der ehemalige Oberliga-Fußballer.

Von Montag bis gestern kickten unter seiner Leitung und der von acht weiteren Trainern 60 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren von morgens um 10 bis mittags um 16 Uhr beim TSV – ausgerichtet von „Claus’ Fußballcamp Darmstadt-Dieburg“. Auch acht Mädchen waren unter den Nachwuchs-Kickern – deutlich mehr als bei den letzten Camps. 30 Stunden Passen, Schießen und Dribbeln standen somit auf dem „Stundeplan“ der zweiten Ferienwoche - reicher an Fußball können die Herbstferien kaum gestaltet werden.

Sieben Kinder pro Trainer

Für die Kinder, die aus Münster, Altheim, Dieburg, Eppertshausen, Groß-Zimmern, Babenhausen, Darmstadt und Rodgau kamen, herrschten bei Claus’ drittem Fußball-Camp in Altheim – zuvor hatte er es mehrfach beim SC Hassia Dieburg ausgerichtet -luxuriöse Trainingsbedingungen. Neben dem attraktiven Sportgelände mit zwei Plätzen und der Ausrüstung, die jeder Teilnehmer erhält, kommt ein Trainer auf sieben Kinder, wodurch sich die Übungsleiter intensiv um den Einzelnen kümmern können.

Und es ist nicht irgendwer, der den Nachwuchskickern Tipps und Tricks zum perfekten Umgang mit dem runden Leder gibt: So war etwa Daniele Toch am Montag engagiert bei der Sache – der junge Mann ist Profi-Fußballer in der zweiten Mannschaft des Karlsruher SC, die in der Regionalliga spielt. Toch kommt aus der Region, spielte unter anderem bei Germania Ober-Roden und in der Jugend beim GSV Gundernhausen und dem SV Darmstadt 98.

Mit 60 Teilnehmern Maximum erreicht

Ebenfalls mit von der Partie: die Trainer Alexander Behrendt, Philipp Potuschek, Abu Talib, Sebastian Saufhaus, Pasqual Heinz und Boris Jost, der sich speziell um die Torhüter kümmerte. Und Kristian Szollar, der in der vergangenen Saison noch als resoluter „Sechser“ in der Regionalliga die Fußballschuhe für den SV Darmstadt 98 geschnürt hatte und nun bei Viktoria Aschaffenburg als Führungsspieler in der Hessenliga gegen das Leder tritt.

Das Camp war wieder absolut gelungen“, freute sich Holger Claus derweil über die stressige, aber erfolgreiche Woche. „Das Strahlen in den Augen der Kinder ist unser schönster Lohn“, so der Fußballnarr. „Wir verdienen damit ja nichts, nehmen uns sogar extra Urlaub. Wir haben Spaß an der Sache und wollen den Kids eine angenehme Zeit bereiten.“ Bei den aktuell 60 Teilnehmern sei Schluss: „Wir hätten noch mehr aufnehmen können, wollen aber noch jedes Kind beim Namen kennen und so Vertrautheit schaffen. Das zeichnet unser Camp aus.“

Der Spaß stand jederzeit im Vordergrund

Weitere Camps gibt es 2010, so in den Osterferien – wieder in Altheim. Die Termine sowie viele weitere Informationen zu Holger Claus’ „Fußballcamp Darmstadt-Dieburg“ gibt es auf dessen Internetseite.

Inhaltlich habe man vor allem auf Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit, Koordination und des Torschusses Wert gelegt, „der Spaß stand aber jederzeit im Vordergrund.“ Eine Woche genüge auch nicht, um Nachwuchskicker entscheidend weiterzuentwickeln, aber die Freude der Kinder sei die Hauptsache beim Camp. „Alle waren durchweg begeistert.“ Das zog sich durch bis zum abschließenden Highlight am Freitagnachmittag, als die Camp-Kicker ein Freundschaftsspiel gegen die U10 von Kickers Offenbach bestritten.

Quelle: op-online.de

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