31-mal in Folge ausgebucht

Fußballcamp beim TSV Altheim

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Vormittags Trainingsformen, nachmittags Fußball-Abzeichen und Turniere: 80 Nachwuchskicker zählte das Camp auf dem Gelände des TSV Altheim. „Campvater“ Holger Claus (ovales Bild) kickt auch selbst mit, wenn es gerade mal nichts zu organisieren gibt.

Altheim - Die von Holger Claus organisierten Fußballcamps sind eine Erfolgsgeschichte. Kein Wunder: Junge Fußball-Enthusiasten erleben abwechslungs- und lehrreiche Tage mit Gleichgesinnten. Von Jens Dörr

Mit dem Begriff „Campvater“ hat Holger Claus keinerlei Probleme. Wer ihn so nennen will, darf das. Denn einerseits ist Claus eben der Leiter des Fußball-Feriencamps Darmstadt-Dieburg – und legt trotz des Erfolgs des längst etablierten Angebots in den Oster-, Sommer- und Herbstferien bis heute größten Wert darauf, dass es familiär zugeht. Was bei 80 Jugendlichen gar nicht so leicht scheint, sich angesichts des Luxus’ von insgesamt zwölf Trainer aber doch umsetzen lässt. Wie nun aufs Neue auf dem Gelände des TSV Altheim zu sehen war.

Dort ist das Camp nach seinen Anfängen beim SC Hassia Dieburg längst heimisch geworden, darf mitunter sogar das toll in Schuss gehaltene Hauptfeld nutzen. In den vergangenen Tagen war derweil der Trainingsplatz des Turn- und Sportvereins die Spielfläche für die Kids der Jahrgänge 2004 bis 2012. Als Claus – der Polizist und wie alle Trainer hauptberuflich außerhalb des Fußballs tätig ist, die Camps als Hobby betreibt – 2008 sein erstes Ferienangebot durchführte, waren einige der Teilnehmer vergangener Woche noch nicht einmal geboren. „33 Camps haben wir seit 2008 angeboten“, blickte Claus zurück. „Nur bei den ersten beiden gab es noch freie Plätze. Seither waren wir 31-mal in Folge ausgebucht.“

Selbst für das nächste Camp in den Sommerferien (16. bis 20. Juli) lägen schon wieder einige Anmeldungen vor. Viele der jungen Kicker, unter die sich fast immer auch ein paar Mädels mischen, sind Wiederholer oder schon Stammgäste. Vergangenes Jahr verabschiedeten Claus und Co. den nun dem Camp-alter entwachsenen Dieburger Andrew Spahn – er hatte 27-mal mitgemacht. Die Teilnehmer kommen dabei längst nicht nur aus Altheim, Münster und Dieburg. Claus’ Einzugsgebiet umfasst im Wesentlichen den ganzen Ostkreis Darmstadt-Dieburg, mitunter kommen sogar Nachwuchs-Fußballer (aus Vereinen, aber auch vereinslose) von weiter weg aufs TSV-Gelände. Dort winkt ihnen im Sommer ein fünftägiges Camp. Wegen des Karfreitags dauerte das Ostercamp der vergangenen Woche nur vier Tage.

In denen gaben neben Claus auch die Trainer Thimo Heisel („Meine rechte Hand“), Maverick Stemmler, Mareike Stemmler, Marc Stemmler, Celine Jox, Nina Hambalek, Tom Bonifer, Dennis Stöckel, Mike Schreier, Pasquale Heinz und Abu Talib ihr Bestes, um den Jugendlichen schöne Ferientage zu bescheren. „Dank der vielen Trainer, die mitmachen, haben wir den Luxus, wirklich kleine Gruppen bilden und immer wieder sogar noch einmal speziellere Gruppen zusammenstellen zu können“, erläuterte Claus. So könne man etwa Torhüter gesondert coachen, auch mal Einheiten mit besonders talentierten Spielern durchführen. Wobei es im Camp weniger um den Leistungsgedanken, denn um Spaß und Gemeinschaft gehe. Dass sich gerade die regelmäßigen Teilnehmer durch die Camps auch verbessern, kommt beinahe zwangsläufig.

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Dabei profitieren sie vom Know-how und den durchaus unterschiedlichen Herangehensweisen der Trainer. Einige von ihnen – etwa Claus, Talib und Heinz – spielten früher in höheren Amateurligen. Teilweise coachen sie auch ganzjährig Mannschaften: Talib führt derzeit etwa die Frauen von Hassia Dieburg gen Gruppenliga, Heisel trainiert die D-Junioren des SV Traisa, Schreier die U11 von Kickers Hergershausen.

Bezugspersonen in den Camps sind darüber hinaus die Frauen aus dem „Kompetenzteam“, wie es Claus bezeichnet: Henni Schütz, Suzy Szollar, Lamia Klecker und Sylvia Schwalm. Sie nehmen besonders in Sachen Verpflegung, zu der ein warmes Mittagessen gehört, den zentralen Part ein.

Vormittags stehen unterschiedliche Trainingsformen an, nachmittags das Fußball-Abzeichen – und immer ein Turnier. „Mal bilden die Kids Mannschaften aus der Champions League, mal geht es um die Weltmeisterschaft“, berichtet Claus. Und immer gehe es darum, das Runde ins Eckige zu bringen – vor allem aber eine Ferienwoche zu verbringen, wie sie für junge Fußball-Enthusiasten wohl kaum schöner verlaufen könnte.

Quelle: op-online.de

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