Nur Altheim droht Stress

Fußballer aus Münster und Eppertshausen fernab von Trubel

Münster/Eppertshausen - Entspannt vorm TV Neujahr erwarten: So sitzt es sich als Fußballer besonders dann, wenn man das sportliche Soll in den Monaten zuvor erreicht hat. In der Bilanz der Leistungen der Klubs aus Münster und Eppertshausen dürfen das die meisten Mannschaften von sich behaupten. Nur dem TSV Altheim droht in der zweiten Saisonhälfte noch richtig Stress. Von Jens Dörr

Denn dass der Turn- und Sportverein als Schlusslicht der Kreisliga A Dieburg ins 130. Jahr seines Bestehens gehen würde und zum Jubiläum im kommenden Sommer mit dem Abstieg zu tun haben könnte, hätten wohl nur wenige vermutet. Zwar ging der TSV mit einer jungen Mannschaft in die neue Runde, galt aber als Kandidat fürs sichere Mittelfeld. Zumal in Gaetano Sirna ein Stürmer von gehobenem Format zur Verfügung stehen sollte. Sirna allerdings plagte sich in den vergangenen Monaten weiter mit einer Rückenverletzung aus der Vorsaison. Mancher Akteur stieß immer wieder an seine Grenzen. Zuletzt im Derby gegen den SV Münster II lagen die Nerven blank, kam es selbst im Kabinengang noch zu Auseinandersetzungen. Zuletzt zog am offensivschwächsten Team der A-Liga auch noch das scheinbare Streichergebnis KSV Urberach vorbei – gegen die Rödermärker hatte Altheim im Herbst sogar zu Hause verloren. Sechs Punkte Rückstand verzeichnet der TSV derzeit auf das rettende Ufer, hat zudem schon einmal mehr gespielt als die Mannschaften davor.

Abstiegssorgen plagen die beiden Teams des SV Münster hingegen ganz und gar nicht. Und doch lief die bisherige Saison beim Gruppenliga-Team nicht ganz harmonisch ab: Ein Teil der Erstmannschaftsspieler kam mit Trainer Kurosh Heidari nicht zurecht, trotz Platzierung im oberen Tabellendrittel folgte im Herbst die Trennung. Inzwischen ist Naser Selmanaj als SVM-Coach zurück. Die Aufstiegsplätze zur Verbandsliga sind aktuell ebenso kaum Thema wie die Abstiegszone. Die Münsterer können ohne großen Druck in die Restserie gehen, auf die sie sich unter anderem mit einem hochkarätigen Testspiel vorbereiten wollen: Am 20. Januar (14 Uhr) soll es auf dem Kunstrasen am Mäusberg gegen Hessenliga-Spitzenteam FC Bayern Alzenau, das vom ehemaligen Kickers-Offenbach- und FSV-Frankfurt-Profi Angelo Barletta trainiert wird, gehen.

Die zweite Mannschaft des SVM steht unter der Führung von Trainer Olaf Vogel als Siebter im relativ sicheren Mittelfeld der Tabelle – sehr ordentlich für einen Aufsteiger. Noch besser steht auf Rang fünf der A-Liga-Rangliste der FV Eppertshausen da, der einmal mehr seinem Ruf als guter A-Ligist, der aber immer wieder an der Rückkehr in die Kreisoberliga scheitert, gerecht werden dürfte. Mit kleinen Mitteln und kleinem Kader hat FVE-Coach Dennis Stork aber eine aggressive, kampfstarke Mannschaft geformt, auf deren bisherige Darbietungen (gerade in der Defensive) sich aufbauen lässt.

Nicht vergessen sollte man unterdessen die FSV Münster, die im Sommer nach zwei Jahren ohne Aktiventeam wieder in den Spielbetrieb zurückgekehrt war. Zunächst gewann die Elf von Trainer Sabri Dogru kaum einen Blumentopf; inzwischen stabilisierte sie sich und heimste in der D-Liga 25 Punkte ein. Noch besser stehen die D-Ligisten FV Eppertshausen II (Zweiter mit 40 Punkten) und TSV Altheim II (Siebter mit 30 Punkten) da.

Quelle: op-online.de

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