Fußballfeld, Barfußpfad und Spielzeug

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Das selbst gebastelte Holzspielzeug der KJG kommt bei den Kleinen gut an.

Münster - „Die waren so fleißig und schnell, dass die sogar noch mehr gemacht haben, als es eigentlich ihr Auftrag war“, verraten am Montagvormittag zwei Erzieherinnen der Kindertagesstätte St. Michael Münster. Von Jens Dörr

Sie freuen sich noch immer über die Verschönerung des Außengeländes ihrer Kita, die die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) Münster in den vorangegangenen Tagen bewerkstelligt hat.

Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) packten dabei 15 Teilnehmer ab 15 Jahren mit an – sogar die Nächte verbrachten sie gemeinsam im großen Zelt auf einem Grundstück gegenüber der Kindertagesstätte.

Der Münsterer Nachwuchs probiert den neuen Barfußpfad gleich aus, den die Pfadfinder aus ihrem Ort angelegt haben.

Resultat: ein neu angelegtes Fußballfeld, ein Barfußpfad, ein Insektenhaus und ein komplett aufgeräumtes Außengelände. Der Auftrag des DPSG Münster lautete, „nur“ ein Fußballfeld und einen Barfußpfad – den die Kinder bereits am Montag begeistert ausprobierten – anzulegen. „Die hat uns wahrlich der Himmel geschickt“, sagt derweil eine der Erzieherinnen lachend, die zugleich auch Patinnen des Projekts waren, und spielt damit auf den Slogan des BDKJ („Uns schickt der Himmel“) an.

Mit einem großen Poster an ihrem Eingang verleiht die Tagesstätte St. Michael ihrem Dank auch optisch Ausdruck. Bis auf dem Fußballfeld auf dem Außengelände gekickt werden kann, müssen sich die Kinder allerdings noch etwas gedulden: Das Gras, das gesät wurde, muss erst noch wachsen und die Erdfläche in üppiges Grün verwandeln.

Gleich loslegen können dagegen die Kinder der Mittagsbetreuung der John-F.-Kennedy-Schule: Die KJG Münster, der die Theatergruppe Spectaculum als Projektpate zur Seite gestellt worden war, fertigte mit einem Dutzend Mitglieder ab 15 Jahre Spielgeräte an – komplett aus Holz.

Darunter befinden sich etwa große Puzzles oder die berühmten Leonardo-Treppen, die ganz ohne Verbundmaterialien zusammengesetzt werden müssen. „Wir haben schon ganz andere Projekte umgesetzt“, sagt Anika Heckwolf von der KJG und ist sich schon am Sonntagvormittag sicher, dass ihr Team den Auftrag bewältigen wird. Wie den allermeisten Projekten in der Republik, haut das am Ende auch in Münster hin – deutschlandweit haben sich bei der 72-Stunden-Aktion rund 100 000 Kinder und Jugendliche engagiert.

Quelle: op-online.de

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