Wanderer auf historischen Spuren

Geheimnisse im grünen Wald

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Die trotz Regens fröhliche Truppe der Wanderung mit dem Team des Heimatmuseums Münster. Dort wurden die Dieburger von Kai Herd, Margarete Elster und weiteren Mitarbeitern gastfreundlich bewirtet.

Münster - Der heiße Kaffee, den die gastfreundlichen Mitarbeiter des Heimatmuseums den zu Fuß angereisten Dieburger Nachbarn am Samstag servierten, kam gerade noch rechtzeitig: So konnten Erkältungen verhindert werden und die kalten Füße in den Wanderschuhen tauten langsam wieder auf. Von Lisa Hager

Trotz abschreckenden Wetters hatten sich immerhin rund 20 Wanderer mit dem Dieburger Anzeiger, dem Heimatverein und dem OWK vom Bahnhof aus auf den Weg gemacht, um die nähere Umgebung zu erkunden.

Erste Station der Wanderung war die „Fohlenweide“. „Die Media-Studenten am Campus bekommen regelmäßig von ihrem Professor den Auftrag, zu recherchieren, wo das sogenannte Geisterhaus von Dieburg steht“, informierte Heimatvereinsvorsitzende Maria Bauer die Truppe, als diese an der schaurigen Ruine ankam. Und so sind schon viele Studienarbeiten und sogar Filme entstanden, die auf youtube.com zu sehen sind. Mit der Historie der Fohlenweide haben die allerdings wenig zu tun. „Diese hat der Kreis 1884 zur Pflege und Unterbringung von Pferden und Fohlen eingerichtet“, informierte Bauer. Zusätzlich betrieben die Pächter ein Ausflugslokal, das bei den Kindern vor allem wegen seiner grün gefärbten Limonade beliebt war.

OWK-Vorsitzender Franz Zoth hatte dann am Zaun vor der Muna Informationen parat, die nicht allen geläufig waren. Die „Munitionsanlage“ (das bedeutet die Abkürzung) umgibt heute noch viele Geheimnisse. Immer noch ist beispielsweise der Boden des umgebenden Waldes mit Munition verseucht. Die Eindrücke konnte man später anhand von Modellen zur Muna im Heimatmuseum Münster vertiefen. Zudem informierten die Mitarbeiter Kai Herd und Margarete Elster liebenswürdig und kompetent über die Ausstellung „725 Jahre kirchliches Leben in Münster“, in der die Wanderer interessante Bezüge zur Heimatstadt fanden.

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