Gersprenzhalle geht mit Schulbeginn in Betrieb

Termin für Neustart steht

+
Kurze Pause im Gefecht gegen die Zeit bei der Sanierung des Foyers: Pünktlich mit Ferienende soll der Betrieb an der lange für den Publikumsverkehr gesperrten Gersprenzhalle wieder aufgenommen werden.

Münster - Die so lange vertrösteten Vereine sind optimistisch, planen bereits wieder Veranstaltungen wie Flohmarkt oder Vortrag im Foyer der Gersprenzhalle. Von Thomas Meier

Eltern und auch Lehrer der Schule auf der Aue sehen’s eher pessimistisch: „Das wird immer noch nichts mit der Hallennutzung. “ Wir haken nach. Die gute Nachricht: „Die Gersprenzhalle kann nach den Sommerferien wie geplant in Betrieb gehen und von den Vereinen und der Schule für das Training genutzt werden.“ So beantwortet das Presseamt des Landkreises unsere Anfrage, ob denn der bereits so oft verschobene Termin einer Neueröffnung nach über dreieinhalbjähriger Sanierung eingehalten werden kann. Weitere gute Nachricht: „Auch das Foyer wird fertiggestellt sein.“ Doch ist die Dauerbaustelle damit noch nicht abgeschlossen: „Allerdings werden die Tribünengeländer erst in etwa sechs bis acht Wochen montiert, die Tribüne kann also noch nicht genutzt werden. Ein offizieller Einweihungstermin steht noch nicht fest.“

Zumindest die neue Toilettenanlage für Besucher des Foyers der Gersprenzhalle wird rechtzeitig fertiggestellt sein.

Und zu den Baukosten heißt es, sie würden nachgereicht, weil „gerade von den Architekten aktuell zusammengestellt“. Zur Erinnerung: Der erste Bauabschnitt lief von Dezember 2009 bis Frühjahr 2012. Er betraf die Fassadensanierung der kreiseigenen Sporthalle sowie die Sanierung des Foyerbereichs der Gemeinde. Beim zweiten Bauabschnitt ab Frühjahr 2012 ging es dann um die brandschutztechnische Sanierung und Aufrüstung der Halle sowie die Erneuerung des Umkleide- und Duschbereichs. Auch ein ein neuer Sportboden mit Gerätehülsen, eine neue Prallwand, die wettkampftaugliche Beleuchtung sowie neue akustisch wirksame Deckenplatten sollten eingebaut werden.

„Es wird 40 Prozent teurer“

Was also mit einer kosmetischen Schönheitsoperation 2009 begann, wuchs sich sukzessive zum ungeahnten Teuerungsmarathon aus. Hieß es zu Beginn der Maßnahme, „Rund 1,4 Millionen Euro stecken Kreis und Gemeinden in die Sanierung der Gersprenzhalle“, so stand bereits am 20. April 2010 fest: „Es wird 40 Prozent teurer“. 2,6 Millionen Euro standen Ende September 2010 im Raum, und am 11. März 2011 titelte unsere Zeitung:„Fortwährend neue Mängel“.Letzteres betraf hauptsächlich Foyer, Küche und kleinen Saal der Gersprenzhalle. Mithin jenen Teil, der von den Vereinen der Kommune so stark frequentiert und genutzt wird. Die Situation wuchs sich für die betroffenen Institutionen zum großen Problem aus. Zahlreiche Turniere, Treffen, Vorträge und anderweitige Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

Kostete der erste Bauabschnitt mit Foyerflächen und Außenhaut der Gersprenzhalle 2,6 Millionen Euro, so sollte laut einer Schätzung vom August 2011 der nächste Bauabschnitt nochmals 1,2 Millionen verschlingen. Gestern Mittag waren die Bauarbeiten in Foyer und auch in der Halle noch in vollem Gange. Vor der Gersprenzhalle bereits kündeten die Firmenwagen zahlreicher Handwerksbetriebe von reger Tätigkeit. Maler und Lackierer werkelten im Foyerbereich, die Toiletten bekommen gerade Trennwände, in der Sporthalle selbst sind viele bereits fertiggestellte Gewerke von Plastikplanen abgedeckt. Bei den Handwerkern selbst wird untereinander noch gewettet, ob der Termin zum Montag in acht Tagen wirklich gehalten werden kann.

Schulkonzert aus Münster und Eppertshausen

Schulkonzert aus Münster und Eppertshausen

Quelle: op-online.de

Kommentare