Kerb von St. Michael

Gut geschmiertes Bierkrugschießen

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Viel Spaß hatten die Teilnehmer beim Bierkrugschießen auf der St. Michaels-Kerb.

Münster - Kerb in Münster wird seit Jahren an zwei Örtlichkeiten gefeiert. Eine an der Frankfurter Straße mit großem Zelt und Fahrgeschäften drumherum. Etwas ruhiger zu geht es hinter der Kirche, im Hof von Sankt Michael. Von Peter Panknin 

Am Sonntag zur Kirchweih bei St. Michael reicht ein kleineres Zelt, in dem man sich nach dem Gottesdienst zum Mittagessen und später zu Kaffee und Kuchen versammelt. Viele Familien mit Kindern gehörten zu den Gästen oder Menschen, die Abwechslung von Bratwürsten und Pommes suchten. Das Mittagessen, das nach dem Kirchgang gereicht wurde, fand jedenfalls sehr guten Zuspruch, denn bei strahlendem Sonnenschein gab es dort Rouladen mit Rotkohl und Serviettenknödeln. Auch die Steaks fanden ihre Abnehmer, und wenn es denn sein musste, auch Würstchen mit Pommes.

Anneliese Kreher und Hubert Schadt bei ihrer Kerbrede.

Die Kinder des katholischen Familienzentrums unterhielten die Gäste zum Nachtisch mit Darbietungen, bevor sie freie Bahn zur Hüpfburg erhielten. Die Damen, die sich um kunstvolle Bemalung von Kindergesichtern bemühten, hatten ausreichend zu tun. Immer wieder tauchten unbemalte Gesichter auf, die „auch so was gemalt“ haben wollten. Zum Vergnügen der Erwachsenen fanden sich vier Mannschaften, die zum Bierkrugschießen an der gut geschmierten, auf Tischen aufgebauten Bahn antraten. Jeweils drei Vertreter der DJK, der CDU, des Pfarrgemeinderates und des Stammtisches „Helme“ hatten je einen Probeschuss mit dem zur Hälfte gefüllten Maßkrug frei, bevor es um Punkte ging.

Der Krug musste des Öfteren nachgefüllt werden. Natürlich mit Wasser, denn sowohl beim Rutschen oder wenn an die Bande oder über das Ziel hinaus geschossen wurde, spritzte reichlich Nass auf zu dicht stehende Beobachter. Als Sieger gingen schließlich die „Helme“ hervor, die neben Siegerpokal auch ein Fässchen Bier als Preis erhielten. Die anderen Teams mussten sich mit Schokolade zufriedengeben, aber Schokolade soll ja auch glücklich machen.

Bilder: Kerb in Münster

Höhepunkt des Nachmittags war natürlich der Kerbspruch, den traditionell Kerbmädche Anneliese (Kreher) und Kerbvadder Hubert (Schadt) vortrugen. Die beiden wurden von Pfarrer Bernhard Schüpke zum Rednerpult geleitet, umringt von Fähnchen schwenkenden Kindern. Der Auftritt zum Auftritt erfolgte dieses Jahr nämlich nicht in einem Fahrzeug, sondern umweltbewusst zu Fuß. Am Rednerpult angekommen, wurde das „Kerbmädche“ vom Pfarrer galant die Treppe empor geleitet, bevor dann der „Vadder“ den Pfarrer ablöste. Der Spruch war kurzweilig. Wenn Münster auch nicht groß ist, es gibt viele Anekdoten und Begebenheiten, die es lohnen, im Kerbspruch festgehalten zu werden. Wenn dann auch noch Begebenheiten aus der Nachbarschaft in Altheim und Eppertshausen einfließen, können die Gereimtheiten kurz werden. Reichlich Beifall war den „Sprücheklopfern“ aber gewiss.

Nach dem Kerbspruch verweilten viele Besucher noch am Platz und genossen im Schatten der Kirche das herrliche Wetter. Auf das sonst zum Abend hin übliche Lagerfeuer hatte man in diesem Jahr verzichtet, denn die lang anhaltende Trockenheit des Sommers ließ ein offenes Feuer als zu gefährlich erscheinen. Wohlgetan, schließlich will man sich auch nächstes Jahr wieder im Schatten einer unversehrten Kirche zusammensetzen.

Quelle: op-online.de

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