Münster/Dieburg

„Gespräche für U 3-Projekt laufen gut“

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direkt an der Grenze, im Dieburger Nordring soll der Neubau des Krippenhauses entstehen

Mehr Eltern als so manche Gemeinde erwartet hat, wollen ihren Nachwuchs betreuen lassen – auch, wenn er erst unter drei Jahre alt ist.

Münster/Dieburg (ak) -  Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, haben sich die benachbarten Kommunen Münster und Dieburg dazu entschlossen, eine gemeinsames sogenanntes Krippenhaus samt Kindergarten zu bauen – direkt an der Grenze, im Dieburger Nordring soll der Neubau entstehen. Die Gespräche dazu zwischen den beiden Rathäusern seien auf einem guten Weg, meint der für die Münsterer Kinder und Jugendlichen zuständige Abteilungsleiter Frank-Ulrich Lenz.

Das von seinen Mitarbeitern erstellte Betreuungskonzept hatte ergeben, dass die zunehmende Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei nicht mit dem bestehenden Personal und Platzangebot zu meistern sei, sondern in beiden Punkten zugelegt werden müsse.

Da es bei den Nachbarn im Süden ähnlich aussehe, sei vor einem halben Jahr der Plan von der gemeinsamen Einrichtung geboren worden: „Die Verwaltung hat die Gemeindevertreter informiert, Beschlüsse gibt es noch keine“, erläutert Lenz. „Im Münsterer Rathaus hatten wir den Eindruck, dass die Idee auch in Dieburg gut angekommen ist“, erläutert der Gemeindemitarbeiter. Die Gespräche zwischen den Rathauschefs Walter Blank (Münster) und Dr. Werner Thomas (Dieburg) verliefen jedenfalls positiv, meint Lenz. Dabei gehe es nicht nur um Kinderbetreuung – auch der Kreisverkehr auf Dieburger Gebiet, der die geplanten Münsterer Fachmärkte an die Hauptstraße anbinden soll, sei ein Thema.

Spätestens in zwei Jahren will Lenz Betreuungsmöglichkeiten für vier Gruppen im Dieburger Norden in Betrieb nehmen. „Die normale Stärke von 25 Kindern spielt bei unter Dreijährigen keine Rolle“, erläutert der Abteilungsleiter. Zwischen zehn und 15 Kindern schätzt er die künftige Belegung des Neubaus. Genaue Aussagen seien aus mehreren Gründen noch nicht möglich, weiß Lenz: Erst vergangene Woche sei eine neue Verordnung des Landes auf seinem Schreibtisch gelandet, die Ausbildung und Anzahl des benötigten Personals sowie die Stundenzahl neu regelt.

Klar ist aber bereits, dass am Ende von den Kindern im Nordring die Hälfte aus Dieburg und die Hälfte aus Münster kommen. „Es wird aber keine Münsterer und Dieburger Gruppen geben“, sagt Lenz schmunzelnd.

Dass die Dieburger ihre Kinderbetreuung in private Hände gegeben haben, störe nicht: „Wir müssen das Krippenhaus ja auch nicht selbst betreiben“, sagt Lenz. Die Auswahl an möglichen Trägern sei groß.

Im Münsterer Ortsteil Altheim ist der Ausbau des Angebots für die Kleinen bereits in vollem Gange: Auf einer Grundfläche von 135 Quadratmetern spielen und tollen bis zu zwölf Racker in direkter Nachbarschaft zur Altheimer Sport- und Kulturhalle sowie der Regenbogenschule in einem eingeschossigen Gebäude. Die Kosten dafür hatte das Land Hessen im Rahmen des Programms mit Namen „Kinderbetreuungsfinanzierung“ mit 172 000 Euro die Gemeinde Münster (40 000 Euro) übernommen.

Quelle: op-online.de

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