Symphatisches Kennenlernen

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Groß war das Interesse Auf der Beune gleich zu Festbeginn am Konzert der Musikschule von Udo Groh. - Fotos:

Münster - Die Veranstalter wurden ihrem Versprechen voll gerecht, ein Fest für Familien mit ansprechendem Programm zum Kennenlernen im Gewerbegebiet auszurichten. Von Thomas Meier

Auf der Beune ging es Samstag und Sonntag sehr gesellig zu, wobei die überaus zahlreichen Besucher überwiegend überrascht gewesen sein dürften, was für ein schmuckes, vielseitiges und sympathisches Gewerbegebiet sich da in Münster am Ortsrand gen Altheim etabliert hat.

Nein, es sollte kein Ersatz für das in diesem Jahr ausgefallene Doaschdefest sein. Es war auch nicht als ein solches vorgesehen oder gar geplant, einzig der Termin war der gleiche. Und daran hatte ein wenig Bürgermeister Walter Blank schuld, der den Initiatoren des Beune-Festes den Terminvorschlag unterbreitete, als sich der Ausfall des traditionellen Ortsfestes aus mangelnder Beteiligung seitens der Vereine ankündigte.

Waldemar Kauz, Geschäftsführer der An der Beune angesiedelten Firma Impuls, war es, der mit Martin Reus von der Münsterer Blumenstube und einer Cateringfirma sowie mit Oliver Skopp von der Firma Zelt und Event meinte, man müsste sich als Gewerbegebiet doch einmal der Bevölkerung mit einem gesellschaftlichen Ereignis präsentieren. Und er rannte beim Verwaltungschef mit der Idee offene Türen ein. Gern koordinierte die Gemeindeverwaltung die Festivität, die indes nicht die erste auf dem rund 8,5 Hektar großen Areal war.

Bebauungsplan für das Gewerbegebiet

1996 wurde der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet aufgestellt, zwei Jahre später war Spatenstich und am 5. April 2008 wurde ein erstes Beune-Fest zum Endausbau gefeiert. Daran erinnerte Bürgermeister Walter Blank am Samstagabend zur offiziellen Festeröffnung. 50 Betriebe haben sich mittlerweile hier niedergelassen. 3,5 Millionen Euro ließ sich die Gemeinde die Erschließung kosten, 10.000 Quadratmeter Straßenfläche entstanden fürs Geld, über einen Kilometer lang ist das Kanalnetz.

Der Musikverein Münster präsentierte sich nebst Nachwuchs.

Angesichts des bunten Treibens war der Bürgermeister so auch voll des Lobes für die rührige Gemeinschaft, die einen wesentlichen Faktor, nicht nur finanzieller Natur, im Leben Münsters darstelle. Vom Musikbauer bis zum Luftfrachtunternehmen reiche die Spanne der Betriebssparten. Einträchtig existierten die Firmen nebeneinander. Er habe den Eindruck, eine homogene Gemeinschaft fühle sich hier auch sehr wohl, so Blank.

Und so waren auch die Festorganisatoren sehr zufrieden. Immerhin 20 Firmen beteiligten sich aktiv am Fest, sieben davon überraschten zu Tagen der offenen Türen gar mit eigenen kleinen Programmpunkten und Präsentationen die Besucher. Nicht alle Betriebe konnten indes sämtliche Räumlichkeiten zeigen, Waldemar Kauz etwa unterliegt mit seiner Luftfrachtspedition viel zu großen Sicherheitsauflagen, als dass er einfach seine Werkstore aufschließen dürfte.

Rahmenprogramm allein war Publikumsmagnet genug

Doch tat dies dem Fest keinen Abbruch, denn das Rahmenprogramm allein war Publikumsmagnet genug. Da wartete etwa die Musikschule Udo Groh im 25. Jahr ihres Bestehens, zehn davon Auf der Beune präsent, mit einem zweieinhalbstündigen Konzert am Samstagnachmittag auf. Abends gab der Musikverein Münster eineinhalb Stunden eine Kostprobe seines Könnens, und dann unterhielten mehrere verpflichtete Künstler, allen voran das Duo „Ohrwurm“, mit Musik und Kleinkunst. Für die Kinder waren Hüpfburgen aufgestellt und kleine Spiele vorbereitet. Gegrilltes und Getränke gab es satt, neben Wurst und Steaks wartete gar asiatische Küche auf. Bis spät in die Nacht währte das bunte und gesellige Treiben, das über 600 Besucher genossen.

Und dies sollte sich Sonntagmorgen mit dem Frühschoppen gleich fortsetzen. Nochmals spielte „Ohrwurm“ auf und bis zum späten Nachmittag fanden Besucher den Weg in ein noch junges Gewerbegebiet, das eine Visite wirklich lohnt. Die Festveranstalter, positiv überrascht vom guten Anklang ihrer Aktion, denken bereits über eine Wiederholung nach.

Quelle: op-online.de

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