Münster-Eppertshäuser-Leistungsschau

Meilenweiter Besucherstrom

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Vergebliche Einbrechermüh: Heimisches Gewerbe zeigt vielfältig seine Stärken auf.

Münster/Eppertshausen - „Die Straße bleibt heut’ autofrei, zu Fuß gehn wir die Meile. Freut euch drauf, seid mit dabei – und keiner ist in Eile.“ Von Thomas Meier

Das Lied für die Gewerbemeile 2013 – die zweite der beiden immer mehr miteinander gemeinsam wirkenden Gemeinden Münster und Eppertshausen – sollte bereits am Samstagmittag einen Ansturm erfahren, mit dem auch die optimistischsten Beteiligten kaum gerechnet haben dürften. Dabei dräuten kurz vor dem offiziellen Startschuss um 14 Uhr noch dunkle Wolken über der für den Verkehr seit Freitag gesperrten Landesstraße 3095. Einige dicke Regentropfen klatschten gar auf den herausgeputzten Asphalt. Doch die strahlenden Gesichter der singenden Kindergartenkinder beider Kommunen und die jeden Donner zu übertönen trachten Trommeln der Offenbacher Icebreakers verscheuchten die Wolken. Und so lag der Bieranstich wie der Rest des Tages im Licht von Sonne und blitzender Gewerbeschau.

Kommunikation von Mensch zu Mensch

Den beiden Bürgermeistern oblag die Begrüßung der zahlreich erschienenen Gäste rund um die Bühne inmitten der 1,65 Kilometer langen Gewerbemeile. Münsters Verwaltungschef Walter Blank lobte die Bandbreite der Produkte und die Vielzahl der Dienstleistungen, die von den 111 Ausstellern präsentiert würden. Er empfahl Besuchern, in direkten Kontakt mit ihnen zu treten, „hier geht das ohne Warteschleife“. Die Kommunikation von Mensch zu Mensch werde groß geschrieben, solchen Service, wie ihn die Betriebe böten, müsse man in anderen Netzen lange suchen.

Sein Eppertshäuser Amtskollege Carsten Helfmann bekannte, es sei schon ein feines Erlebnis, wenn nach 14 internen Besprechungen mit den Bediensteten der beiden Kommunen und fünf sehr gut besuchten Informationsveranstaltungen mit allen Ausstellern nun die Meile zwischen den Orten stehe wie ein Mann. Er erinnerte an die finanziellen Unterstützungen seitens der Kommunen, an hunderte Stunden der Vorbereitung, an die Bezahlung an das Land Hessen, die für die kommunale Leistungsschau die Landesstraße sperrte.

„Gemeinsam mehr erreichen ist unser großes Ziel“

Beiden Verwaltungschefs oblag es, eine große Zahl an Ehrengästen zu begrüßen. Vom Europaparlament bis hinunter auf die kommunale Ebene reichte die Schar herbeigeeilter Politiker, heimische Banken schickten ihre Vertreter, die Handwerks-kammer und befreundete Gewerbevereine waren vertreten. Und so waren die zum Singen bestellten Kinder auf die Folter gespannt, bis sie endlich die Gewerbemeilen-Hymne intonieren durften. Getextet wurde sie von Dagmar Euler, die Melodie steuerte Dieter Müller-Herzing bei. Alle Akteure entlohnte Helfmann mit einer Nusscreme zum Unterwegsnaschen. Und weil das Lied so schön ist, durften es alle nochmal mitsingen.

„Gemeinsam mehr erreichen ist unser großes Ziel. Zwei Gemeinden mit Ideen, hier nun auf der Meile stehn. Zu sehen gibt es wirklich viel.“ Der Refrain des meilenweiten Lieds traf den Nagel auf den Kopf wie der Dachdecker mit seinem Werkzeug den Schieferstein, aus dem er Herzen für Besucherinnen klopfte. Und so strömten bis in den Abend tausende Besucher zwischen den beiden Kirchtürmen hin und her, die vielen Attraktionen der Aussteller und Vereine zu bestaunen. Ein attraktives Begleitprogramm mit Livemusik von den Icebreakers, dem Duo Ohrwurm oder der Band „The BeatGs“ wurde genossen, Darbietungen etlicher Vereine unterhielten, Zauberer flanierten, Luftballon-Künstler modellierten viele bunte Gummiwesen und Gewinnspiele lockten allenthalben.

Impressionen der Gewerbemeile

Ansturm auf Gewerbemeile

Nachdem am Sonntag der morgendliche Besuch wegen des langanhaltenden Regens etwas mau ausfiel, sollte sich am frühen Nachmittag die Meile wieder schön füllen. Zwar konnte der Samstagsansturm nicht mehr getoppt werden, doch waren’s die Aussteller zufrieden.

Quelle: op-online.de

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