Die Liebe bringt Farbe ins Spiel

Gottesdienst zum Thema Liebe

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Beim Gottesdienst der evangelischen Kirche in Altheim drehte sich am Sonntag alles nur um ein Thema: die Liebe.

Altheim - Mit festem Händedruck und einem Lächeln im Gesicht begrüßte Christa Panknin die Besucher des Valentinsgottesdiensts. Dabei dreht sich in der evangelischen Kirchein Altheim alles um ein Thema: die Liebe. Von Francesca Helfenbein

„Zu besonderen Anlässen geben wir den Kirchenbesuchern persönlich die Hand“, sagte Panknin, die in der evangelischen Kirche in Altheim den Posten des zweiten Kirchenvorstands inne hat. Das Thema des Abends verkörpernd war am Sonntag der Altar der Kirche mit Rosen und Herzen geschmückt. Selbst in den Programmheften fanden sich kleine Zettel in Herzform.

Familien mit oder ohne Kinder, alte Ehepaare und frisch Verliebte passierten den Eingangsbereich. „Die Kirche gibt mir Trost an diesem Tag“, sagte selbst eine alleinerziehende Mutter und nahm ihre Tochter an die Hand. Pfarrer Ulrich Möbus kündigte anfangs einen beschwingten und gesegneten Gottesdienst an, der mit Gedichtvorträgen und anderen Texten zum Thema Liebe gespickt sein sollte. Er behielt recht. Liebevoll ausgesucht von den Konfirmanden und Kirchenmitarbeitern wurden unter anderem Erich Frieds Gedicht „Es ist“ sowie Auszüge des Hoheliedes vorgetragen. Alle Stücke handelten von der Kraft der Liebe.

Liebe bringt Farbe ins Leben

Möbus griff diese Kraft der Liebe auch in seiner Predigt auf. Sie bringe Farbe in das Leben eines Partners. Bei Verlust der Liebe bleibe der Mensch allein in einer grauen Welt zurück. Umso wichtiger sei es, sich der Liebe Gottes bewusst zu werden und in den blauen Himmel zu schauen, der den Menschen die Farben zurückgebe.

„Schaut man sich einen Fernseher genauer an, erkennt man, dass die Farbe Grau aus vielen bunten Bildpunkten besteht und gar nicht so trostlos ist“, zog der Pfarrer einen Vergleich heran. Besonders Kinder hätten sich diese Zuversicht und die Neugier auf die Welt erhalten, die sich in der Faszination für die kleinen Dinge des Lebens widerspiegele. Möbus nannte eine kleine Schnecke oder einen gefundenen Stock auf dem Spaziergang als Beispiele für diese jugendliche Unbeschwertheit.

Verliebte Blicke, Küsse, zärtliche Gesten

„Ich werde nun einen Segen aussprechen. Wer möchte, kann dazu einen geliebten Menschen an die Hand nehmen, der neben ihm steht“, sagte Möbus. Verliebte Blicke beim Umfassen der Hände, kurze Küsse oder andere zärtliche Gesten wurden sofort zwischen den Besuchern ausgetauscht.

Eine weitere Überraschung an diesem Abend bildete der rosa Herzzettel aus dem Programmheft, der schon fast in Vergessenheit geraten war. „Schreiben Sie ihre Wünsche auf die Zettel. Beim Osterfeuer werden wir die Worte direkt zu Gott in den Himmel schicken“, so Möbus. Zu dem auf der Orgel gespielten Hit „I will always love you“ von Whitney Houston zückten die Gäste ihre Stifte und notierten ihre ganz eigenen Anliegen an Gott.

Peanuts singen romantische Lieder

Musikalisch führte die Gruppe Peanuts durch den Abend. Mit Klassikern wie Elton Johns „Your Song“ oder „You’ll be in my Heart“ von Phil Collins begeisterte das fünfköpfige Ensemble. Passend zum Anlass trugen die zwei Frauen der Gruppe rote Gürtel, während sich die drei Männer mit Krawatte oder Fliege in der Farbe der Liebe schmückten.

Bei Mariah Careys „Hero“ war Gänsehaut garantiert, als die hohen und tiefen Stimmen harmonisch aufeinandertrafen. „Wir wollen nicht nur singen lassen, sondern auch selber singen“, sagte Pfarrer Möbus mit einem Augenzwinkern.

Schnipsender Ausklang

Bei den folgenden Liedern „Ins Wasser fällt ein Stein“ und „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“ aus dem Gesangsbuch bewies die Gemeinde Stimmgewalt. Sie wurde durch die Orgel begleitet.

Schnipsend ließ die Musikgruppe Peanuts den Abend mit dem fröhlichen A capella-Stück „For the longest time“ ausklingen. Pfarrer Möbus bedankte sich bei allen Mitwirkenden für diesen „ganz besonderen Gottesdienst“, der allen Liebenden Hoffnung und neue Kraft schenken solle.

Quelle: op-online.de

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