GPS-Schatzsuche: Mit Bank verschwindet Koordinate

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MIt GPS-Gerät und Aufgabenblatt ging es von Station zu Station.

Münster - Zu „Geo-Caching – die moderne Schatzsuche mit GPS-Geräten“ war von der Wandergesellschaft Frisch-Auf bei den Münsterer Jugendkulturtagen eingeladen worden. Von Jasmin Frank

Das englische Wort „cache“ heißt zu Deutsch „Versteck, geheimes Lager“, und ein solches galt es für Münsterer Kinder durch knobeln, rechnen und suchen von Koordinaten zu finden.

Bevor es losgehen konnte, gab es von Initiatorin Katja Roßkopf für die zwölf Jungen und Mädchen eine Einführung in die Gerätebedienung, und zur Übung wurden zunächst die Koordinaten des Wanderheims eingegeben. N 49? 55.487´ und E 008? 51,142´ lauteten die Daten, die trotz dicker Handschuhe mühsam in die Geräte eingetippt wurden. Nachdem alle Tasten erklärt und die Funktion eines GPS-Gerätes erläutert waren, ging es los mit der ersten Aufgabe: „Findet das Wappentier der Wandergesellschaft!“, lautete der Auftrag.

Verschiedene Formen von Geo-Caching

„Es gibt verschiedene Formen von Geo-Caching“, erläuterte Roßkopf, während die Kinder um das Wanderheim streiften. Er führte aus: „Unterschieden wird zwischen dem normalen Caching, bei dem nur der Endpunkt gefunden werden muss, und dem Multi-Cashing, bei dem schon der Weg das Ziel ist. Letzteres bedeutet, dass zwischendurch Stationen geortet werden müssen, an denen dann kniffelige Aufgaben warten.“

So ein GPS-Gerät ist gar nicht so einfach zu bedienen, merkten Ruben und Rohan schnell.

Viele der Kinder waren erstmals dabei und hatten noch nie an einer solchen Schatzsuche teilgenommen, so auch Rohan und sein Freund Ruben. „Wir haben uns angemeldet, weil es sich spannend angehört hat. Einen Schatz zu suchen ist einfach toll“, erklärte Ruben mit leuchtenden Augen. Die beiden Neulinge hatten ebenso wie der Rest der Gruppe das erste Rätsel schnell gelöst: Der Buntspecht wurde direkt am Wanderheim vorgefunden. Nun sollte aus dem Wort eine Zahl entwickelt werden, indem die Buchstaben entsprechend ihrer Reihenfolge im Alphabet in Ziffern umgewandelt wurden. „Das Problem ist, dass wir die Vorbereitung zur Lösung des Rätsels nur mit dem Wort Specht gemacht haben. Wir konnten ja nicht wissen, dass die Kinder es so genau nehmen und die Bezeichnung Buntspecht auswählen“, schmunzelte Roßkopf.

Also wurde aus Specht die Kombination 19, 16, 5, 3, 8, 20 erstellt, daraus sollte dann die Quersumme errechnet werden. Dabei lernten die Kinder eine ganze Menge, denn aus der Gruppe, die sich rund um die Organisatorin zusammengefunden hatte, tönten vielerlei Fragen: „Was ist eine Quersumme?“, wollte ein Steppke wissen, ein anderer rätselte: „Wie schreibt man eigentlich Specht?“

Koordinaten zur nächsten Station

Endlich war die Aufgabe gelöst, die nächsten Koordinaten waren gefunden, wurden mit hoher Konzentration in das Gerät eingegeben und es konnte zur nächsten Station aufgebrochen werden. Während die Kinder in freudiger Erwartung losrannten, erwartete Katja Roßkopf die nächste Überraschung: Das eingeplante Ziel, eine gemütliche Holzbank, die noch vor wenigen Tagen am Wegesrand gestanden hatte, war von der Gemeinde gegen eine moderne Metallbank ausgetauscht worden. Und während die Jungen und Mädchen dort nach dem nächsten Hinweis suchten, lachte Roßkopf: „Mit dem Austausch ist auch unsere Koordinaten-Plakette verschwunden, so dass wir jetzt umorganisieren müssen.“

Doch das war für die erfahrene Wanderin kein Problem – flexibel ging es weiter und die Kinder hatten jede Menge Spaß bei der Schatzsuche.

Quelle: op-online.de

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