Gratulation mit Tandemfahrt

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Neben dem Thron und lila bekrönt strahlt die Leiterin des Evangelischen Kindergartens in Altheim, Iris Kurz-Wolf, inmitten ihrer großen Gratulantenschar.

Altheim - (ej) Mit drei bunt geschmückten Tandems ist die Leiterin des Evangelischen Kindergartens, Iris Kurz-Wolf, kürzlich von den Erzieherinnen von zu Hause abgeholt worden. Grund für diesen Auftritt war ihr 50. Geburtstag.

Ich dachte natürlich, ich sitze hinten und werde gefahren. Pustekuchen. Ich musste vorne kräftig mitstrampeln“, erzählte Kurz-Wolf nach ihrer Ankunft schmunzelnd. „Diese Aktion hat auch symbolischen Charakter für unser Team. Beim Tandemfahren muss man sich aufeinander einlassen und gemeinsam den Rhythmus finden“, erläuterte die stellvertretende Leiterin Sigrid Vollhardt, die ihr eigenes Tandem für die Aktion zur Verfügung gestellt hatte.

Kinder präsentieren selbst gebackene Geburtstagstorte

Auch Pfarrer Ulrich Möbus ließ es sich nicht nehmen, mit zu radeln. Allerdings als einziger Mann im Bunde vorneweg auf seinem Solo-Fahrrad. Beim Kindergarten in Altheim angekommen, wurde das Geburtstagskind gebührend in Empfang genommen: Im bunt dekorierten Vorhof standen die Kinder Spalier und warfen Blumen. Am Ende des Gangs wartete eine Geburtstagstorte in Form einer Rakete auf die Leiterin, die eigens von den Kindern Stück für Stück in den Gruppen gebacken worden ist. Platziert auf einem Geburtstagsthron, mit gebastelter lila Krone auf dem Kopf und umringt von Kindern packte Kurz-Wolf ihre Geschenke aus. Und die gab es reichlich: Die Kleinen hatten Steine mit Mosaik verziert und von der Kirchengemeinde überreichte Pfarrer Möbus eine Schatzkiste mit Wein, Hautcreme, Büchern und Musik für eine „Kindergartenleiterin-Aufbaukur“, wie es auf der Glückwunschkarte hieß.

Ein Totempfahl für den heimischen Garten

Auch die Erzieher hatten ihre Chefin originell beschenkt, mit einem drei Meter hoher Totempfahl, verziert mit indianischen Mustern und den eingebrannten Namen der Teammitglieder, der den Garten der Leiterin aufpeppen soll.

Nun müssen die Kinder eine ganze Weile auf ihre „Iris“ verzichten. Die Kindergartenleiterin nimmt sich eine Auszeit und reist mit ihrem Mann durch den Westen der USA. Verdient, denn in den knapp zehn Jahren unter ihrer Leitung hat sich im Altheimer Kindergarten einiges getan: Die Gruppenanzahl ist von drei auf vier gewachsen. In einer der Gruppen werden Kinder integriert, die einen erhöhten pädagogischen Förderbedarf haben. Außerdem wurden Tagesstättenplätze mit Mittagessen durchgesetzt. Durch diese Veränderungen hat sich das Team aus 13 Erziehern mehr als verdoppelt.

Quelle: op-online.de

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