Wertsteigerung um fast neun Prozent

Der Trend zum Eigenheim hält an

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Münster gibt sich nicht nur familienfreundlich, sondern bietet jungen Familien auch die richtige Infrastruktur. Das zahlt sich für die Gemeinde in Heller und Pfennig aus.

Münster - In Zeiten instabiler Finanzmärkte und günstiger Finanzierungskonditionen ist die Immobilie ein gefragtes Wirtschaftsgut. Von Lisa Hager

Diese Aussage belegen die Zahlen, die das Amt für Bodenmanagement Heppenheim (AfB) in seinem neu erschienen Immobilienmarktbericht Südhessen 2013 veröffentlicht. Im Raum Dieburg/Münster haben sich beispielsweise die Preise innerhalb von drei Jahren um sechs bis neun Prozent erhöht.

Im südhessischen Raum wurden 2013 mit rund 15 300 Immobilientransaktionen (ohne die Städte Darmstadt und Offenbach) so viele Beurkundungen registriert wie nie zuvor. Auch der dabei registrierte Geldumsatz erreichte mit fast drei Milliarden Euro ein neues Rekordniveau. Der erkennbare Trend geht dabei ganz klar zur Gebrauchtimmobilie, ist das Fazit.

Eine spezielle Untersuchung zeigte zudem, dass die Erhöhung der Grunderwerbssteuer zum Jahr 2013 im Monat Dezember 2012 zu einem ähnlichen Kaufverhalten führte, wie zuletzt der Wegfall der Eigenheimzulage ab dem Jahr 2006. Dabei wurden im Dezember 2012 fast doppelt so viele Immobiliengeschäfte getätigt wie in den Dezembermonaten der Vorjahre.

Im Inselviertel Münsters wird am letzten Feinschliff gearbeitet. Wer hier gebaut hat, kann sich über eine Wertsteigerung um fast neun Prozent freuen.

Auch im Kreis Darmstadt-Dieburg stieg der Wert der Immobilien: Ein Einfamilienhaus in Münster – mit einem Baujahr von 1980 und einer Wohnfläche von 160 Quadratmetern auf einem 600-Quadratmeter-Grundstück – war im Jahr 2010 noch für durchschnittlich 270 000 Euro zu erwerben.

2012 mussten dann Kaufinteressenten für eine vergleichbare Immobilie durchschnittlich 293.500 Euro zahlen. Dies entspricht einer Preissteigerung innerhalb von drei Jahren von fast neun Prozent. Nicht ganz so schnell stiegen die – aber eh schon höheren – Preise in Dieburg: War hier ein vergleichbares Einfamilienhaus 2010 noch für durchschnittlich 299.000 Euro zu haben, mussten Käufer im Jahr 2012 immerhin schon 315.000 Euro dafür hinlegen. Damit sind in Dieburg die Preise innerhalb von drei Jahren um rund sechs Prozent gestiegen.

Wie im gewöhnlichen Geschäftsverkehr, wird auch der Preis einer Immobilie im freien Spiel der Marktkräfte von Angebot und Nachfrage bestimmt. In Zeiten erhöhter Nachfrage führt dies fast automatisch zu Preissteigerungen. Dies belegen auch die aktuellen Zahlen des Immobilienmarktberichts.

Auch die Wohnungsmieten sind in der Region im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen. Durchschnittlich wurde die Nettokaltmiete um rund drei bis fünf Prozent teurer. So wurde eine durchschnittlich ausgestattete Wohnung mit 80 Quadratmetern (Baujahr 1990) in Dieburg im Mittel für 7,30 Euro pro Quadratmeter vermietet. Im benachbarten Münster war eine vergleichbare Wohnung bereits für durchschnittlich 6,90 Euro zu haben.

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