400 Senioren bei der Weihnachtsfeier der Gemeinde Münster

Harfenklänge in der Kulturhalle

+
Jana Gerke spielte Harfe und brachte damit ein seltenes Instrument nach Münster. (Bild vergrößern)

Münster - Als Instrument ist die Harfe den meisten bekannt, live gehört haben das Zupfen der Seiten aber bisher wohl nur die wenigsten. Bei der Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde Münster durften sich die Besucher am Sonntagnachmittag nun über diese seltene Gelegenheit freuen. Von Michael Just

„Unser Bürgermeister hat Jana Gerke bei der Weihnachtsfeier des VdK gehört. Danach war es ihm ein großes Anliegen, dass die Aschaffenburgerin auch zur Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde kommt“, erklärt Olaf Salg, Leiter für Soziales im Rathaus und zuständig für die Organisation des Nachmittags. Im Vorfeld wurden rund 2000 Einladungen an Senioren über 70 Jahre verschickt, etwa 400 nahmen die Einladung an und sorgten damit für eine gut gefüllte Kulturhalle. DRK und Feuerwehr kümmerten sich mit ihren Fahrdiensten um die gehbehinderten Senioren, die Mitarbeiter der Verwaltung übernahmen die Bedienung der Gäste. Auf die wartete ein anspruchsvolles Programm. Ausdruck dafür war beispielsweise der Auftritt des großen Orchesters des Musikvereins Münster oder des Männergesangvereins. Der Chor sang vier Lieder alleine und vier zusammen mit den Senioren. Eine Verbindung zwischen den Generationen stellte die Aufführung des Gemeindekindergartens „Im Rüssel“ dar. Die Kleinen sangen Weihnachtslieder und bauten einen Schneemann aus Pappmachee.

„Bei unserem Programm wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Dahinter steckt zwar viel Arbeit, uns kommt aber zugute, dass die Vereine und Gruppen aber hier auftreten wollen“, sagte Olaf Salg und vermutet, dass das durch die Vereinsförderung der Gemeinde begünstigt wird. In seiner Ansprache erinnerte Bürgermeister Walter Blank daran, dass die Zeit ein kostbares Geschenk ist. Meist vergehe sie schneller als einem lieb ist: „Gerade erst, so meint man, hat man den letzten Geschenkgutschein eingelöst, da steht schon das nächste Weihnachtsfest vor der Tür.“ Die Zeit bringe aber auch schöne Aufgaben mit sich, wie das Ehren von Jubilaren. Wie er anführte, wurden in diesem Jahr in der Gemeinde 73 Personen 80 Jahre, 51 Personen 85 Jahre, 23 Personen 90, sieben 95 Jahre und drei Menschen über 100 Jahre, alt. Dazu gesellten sich 43 Goldene, 14 Diamantene und eine Eiserne Hochzeit. Danach leitete der Verwaltungs-chef zur Botschaft von Weihnachten über und mahnte, dass sich das Fest nicht in „O, du Fröhliche“-Klängen aus Lautsprechern, Trubel und Einkaufsstress erschöpfen darf. So heiße das Annehmen der Weihnachtsotschaft zuerst einmal zuhören. „Haben wir heute noch Zeit zum Zuhören und für andere Menschen?“, fragte der Bürgermeister.

ESC-Vorentscheid: Diese sieben sind dabei

ESC-Vorentscheid: Diese sieben sind dabei

Nach der Ansprache freuten sich die Senioren über die Harfeklänge von Jana Gerke, zu denen Ingrid Saaler Weihnachtsgedichte las. Sie thematisierte den Wandel der Jahreszeiten und trug ein wunderbares Gedicht vor: „Die kleine Flamme flackert still, wirft weiche Schatten an die Wand. Ich glaub, dass sie uns sagen will, haltet Frieden hier im Land.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare