„Vollumfängliche“ Minimal-Sanierung

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Chanel und Aliyah machen aus der Not eine Tugend - sie nutzen die Klebestreifen, die den Boden im feuchten und schimmeligen Haus der Kinder unten halten, als Rennpiste für ihre Pferde.

Münster (tm) - Das „Haus der Kinder“ soll saniert und nicht etwa neu gebaut werden, befindet nun die Fraktion der CDU, ihren Standpunkt nach der jüngsten Ausschusssitzung zur Thematik in einer Pressemitteilung nun manifestierend. Von Thomas Meier

Demnach ist der Union (wie auch den anderen Fraktionen) ein Neubau viel zu teuerund auch eine Komplettsanierung wird nicht angestrebt. Ihre Variante nennen die Konservativen nun „vollumfängliche Sanierung“. Die umfasst allerdings nicht in vollem Umfang die vom Planer vorgestellten erstrebenswerten Sanierungen.

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Nach Wasserschäden nun Schimmel

Die CDU erwarte „die lückenlose Abarbeitung der vorhandenen Mängelliste“, erklärt Peter Rosskopf für die Fraktion. Vor allem die durch Feuchtigkeit und Nässe entstandene Schimmelbildung im Bodenbereich bedürfe einer einwandfreien und nachhaltigen Erneuerung. Die einzelnen Maßnahmen zur Sanierung seien in dem Vorschlag des von der Gemeindeverwaltung beauftragten Architektenbüros detailliert aufgelistet. In Summe koste dies die Gemeinde rund 750.000 Euro, wobei darin bereits die Kosten für die zwischenzeitliche Umsiedlung des Kindergartens in eine Containeranlage, die neben der Kulturhalle aufgestellt wird, enthalten seien.

„Können wir uns nicht leisten“

Die vom Architektenbüro ebenfalls vorgeschlagene energetische Sanierung wird mit 650.000 Euro angesetzt, was der Union allerdings derzeit nicht umsetzbar erscheint: „Diese Summe würde eine Erhöhung der Sanierungskosten um 86,7 Prozent bedeuten. Vor allen Dingen amortisieren sich die erzielbaren Energiekosteneinsparungen in Höhe von zirka 7 500 Euro pro Jahr erst nach 75 Jahren. In Anbetracht der angespannten Haushaltslage und auch im Hinblick auf das Haushaltssicherungskonzept können wir uns dies ebenso wenig leisten, wie einen ebenfalls vorgeschlagenen Neubau des Kindergartens“, erläutert Rosskopf die Unionshaltung: „Aus diesen Gründen nimmt die CDU-Fraktion Abstand von einer energetischen Sanierung.“

Im Zuge einer verantwortungsvollen Haushaltspolitik sei die CDU davon überzeugt, dass nach einer unter fachlicher Aufsicht durchgeführten „vollumfänglichen Sanierung“ die Kinder und Erzieherinnen auch ohne energetische Sanierung möglichst bald wieder bedenkenlos in die vertraute Umgebung zurückkehren können, schließt die Union.

Quelle: op-online.de

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